60 D. W i f f e nt a n n-Hofgeismar über den „synodalen Ge ­ danken in der Entwicklung der evangelischen Kirche Hes ­ sens". Redner behandelte in übersichtlicher Darstellung die Entwicklung des synodalen Gedankens seit den Zeiten des Urchristentums, sodann sein Wiederaufleben in der Reformation, besonders seine beherrschende Stellung in den Beschlüssen der Homberger Synode von 1526, das Vorrücken des hierarchischen Gedankens seit der Ordnung von 1566, bis unter Landgraf Moritz der Staat völlig Herr in der Kirchenverfassung wird. 1884 betonte dann die Samtsynode von 1884 namentlich das Presbyter- uni) Gemeinderecht, bis schließlich in der seit 1923 gültigen Kirchenverfassung, die nur noch eine einheitliche hessische Kirche kennt, der synodale Gedanke breiteste Verwirklichung fand. — Am ersten Unterhaltungsabend des neuen Jahres im Kasseler Verein sprach am 5. Januar General Dr. Eisentraut über verschiedene fürst ­ liche Persönlichkeiten, die zur Zeit des siebenjährigen Krieges in Beziehung zum hessischen Hof standen, so die Prinzen Georg und Maximilian und ferner über dessen Töchter, Prinzessin Wilhelmine, die Gattin des Prinzen Heinrich von Preußen, und Prinzessin Charlotte, die später in Irrsinn verfallene Koadjutorin des Stifts zu Herford. Weiter sprach Redner noch über den Kon ­ fessionswechsel des späteren Landgrafen Friedrich II., dessen Kandidatur auf den polnischen Thron sodann Zolldirektor W o r i n g e r behandelte. Aus Veranlassung des Vorsitzenden gab Studiendirektor Siebert ein an ­ schauliches Bild der Entwicklung von Stadt und Stift Herford, worauf Telegraphenoberinspektor Siegel ans Grund eingehender Äktenstudien über mannigfache Be ­ ziehungen Hessens zu der lippeschen Stadt Lügde berich ­ tete. Zum Schluß schnitt Studienrat Dr. Weide m a n n das noch wenig untersuchte Territorialproblem an, das sich in dem Versuch Hessens offenbart, sich nach dem 30jährigen Krieg von Süden nach Norden und Nordosten umzuorientieren und damit Anschluß zu gewinnen an die neuen Wirtschaftszentren des 16. und 1?. Jahr ­ hunderts in den Niederlanden und besonders in Hollani), eine territoriale Umorientierung, die jedoch in Konkurrenz mit Brandenburg von vornherein an einein tragischen „zu spät" scheitern mußte. — Der Vortrag des Geheim ­ rats Professor Dr. Edward Schröder am19. Dezem ­ ber über „deutsche, insbesondere hessische EuMamen" wird in einem unserer nächsten Hefte zur Veröffentlichung gebracht werden. Knüllgebirgsverein. „Kann in 1925 mit dem Ban der Jugend- und Wanderherberge aus dem Knüll gerechnet werden?" Das >var die Frage, deren Klärung dem Vorstand des Knüllgebirgsvereins und der Genossen ­ schaft „Jugend- und Wanderherberge Knüll" hauptsäch ­ lich Anlaß gegeben hatte, zu einer vereinigten außer ­ ordentlichen Hauptversammlung aus 'den 25. Januar in das Wettlaufersche Gasthaus in Treysa einzuladen. Mit ganz besonderer Freude lourde zu Beginn der Versamm ­ lung das Aufnahmegesuch eines in Kassel zustande ge ­ kommenen Zweigvereins begrüßt, das einstimmige An ­ nahme fand. Der neue Verein, der die in Kassel an ­ sässigen Landsleute aus Schwalm und Knüll ans dem Boden der Liebe zur alten Heimat sammeln will, hatte seinen zweiten Vorsitzenden, Herrn Schneidermeister Koch, als Vertreter entsandt. Nach Erstattung des Geschüfts- und Kassenbericht wurden zunächst als Wanderungen Werkzeuge W erkzeugmaschinen liefern stets vorteilhaft Knetsch&Weber KASSEL Wildemannsgasse 34/36 J.Dötenbier, Kassel Ältestes und größtes Sarggeschäft Wilhelmstraße 31 ■ ■ ■ Fernruf 1148 MODERNER INNENAUSBAU Alleiniger Vertreter der PateUtschiebefenster System „Schmid“ Verlangen Sie sofort unsere Samen-Preisliste 1925 über Gemüse- und ülumensämereien Sämereien ^.f.tSNÄ U.KSl'tKIlilSIlIl^gl'f sind A. STEEN zuverlässig KASSEL, Opernstr. 15 Franz Kell, Pianolortebau Kassel, Schlachthoistraße 45. — Werkstätten: Klosterstraße 22 Erstkl. PIANOS aus eigenen Werkstätten Hervorragender Ton, vorzüglich in Spielart und Repetition Elegant und preiswert REPARATUREN - STIMMUNGEN 'Verlangen Sie Offerte