Rechtsanwalt Dr. Franz Weis #; Oberleutnant d. L. Geh. Regierungsrat und Vortragender Rat im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Dr. jur. Ernst Rundnagel, 44 Jahre alt #; Vizewacht ­ meister d. R. Apothetenbesttzer Karl Wolf; prakt. Arzt Dr. msä.Leo Marks, 42 Jahre alt (Kassel); Apotheker Wilhelm Knorz, 71 Jahre alt (Kassel); Generalsuperintendent a. D. D. Wilhelm Pseifser, 68 Jahre alt (Kassel); Prinz Friedrich Wilhelm Philipp von Hanau, jüngster Sohn des letzten Kurfürsten von Hessen, 69 Jahre alt (Oberurf); Berginspektor Eckebrecht v. d. Malsburg-Elmars ­ hausen #. September. Bankier A. Alsberg, 80 Jahre alt (Kassel); Major und Bataillonskommandeur Kuno Richard G>; Oberleutnant d. L. Rechts ­ anwalt Siegmund Rommel G; Oberstleutnant im Generalstabe Otto von Lengerke G; Dom ­ pfarrer Liborius Schmelz, 65 Jahre alt (Fulda); Kaufmann Fritz Hackländer, 60 Jahre alt (Berlin); Oberstleutnant und Kommandeur des Reserve-Regiments Nr. 83 Schollmeyer G>. Oktober. Geh. Regierungsrat Dr. Gustav Wolff, 72 Jahre alt (Straßburg); Kaiser!. Reichs ­ beamter und Offizier a. D. Oskar Bölke (Mel ­ sungen) ; Emil Friedrich Graf und Herr v o n S ch l i tz, genannt von Goertz, 64 Jahre alt (Frankfurt); Privatmann Richard Trömner, 63 Jahre alt (Kassel); Leutnant d. R. Oberlehrer Georg Hof ­ mann -G; Hauptmann Ernst Schefser G; Eisenbahndirektionspräsident a. D. Wirkt. Geh. Ober ­ regierungsrat Franz Ulrich, 70 Jahre alt (Wil ­ helmshöhe) ; früh. Schreinermeister Friedrich Zeh ­ ner, 75 Jahre alt (Kassel); Schriftsteller Jean Gümpell, 46 Jahre alt (Kassel); Fabrikant — Vor dem Feind gefallen. August Ricke, 80 Jahre alt (Kassel); Bankier Manus Elias, 71 Jahre alt (Kassel); Leut ­ nant d. R. Regierungs-Baumeister a. D. Franz Co ester Prinz Maximilian von Hes ­ sen G>; Staatsminister Gras von Zedlitz und Trützschler, 1898—1903 Oberpräsident von Hessen- Nassau, 76 Jahre alt (Charlottenburg); Pastor a.D. Ludwig A m e l u n g, 74 Jahre alt (Kassel); Stadt- baurat a.D. v. Noel, 76 Jahre alt (Bonn). November. Sanitätsrat Dr. Joseph Gesang, (Fulda); Pfarrer a. D. Karl Liese, 78 Jahre alt (Kassel); Major Arthur von Eschwege (Reichensachsen) G>; Oberleutnant Hans-Ludwig von Baumbach G>; Leutnant d. R. Bergwerks ­ direktor in Mörs Eduard Siebert G; Leutnant d. R. Kgl. Hosbauinspektor zu Wilhelmshöhe Johannes Mohr G; Hauptmann Emil Schwarzkops #>; Oberleutnant d. R. Amtsrichter Dr. Hans Pütt ­ gen G>; Leutnant d. L. Regierungsrat Dr. Her ­ mann von Zitzewitz <#>; Oberleutnant d. R. Dipl.-Jng. Friedrich Iorn s #; Unteroffizier d. R. Oberlehrer Dr. Pfister -G>; Leutnant d. R. Ober ­ lehrer Dr. Richard Klau er G; Leutnant d. R. Oberlehrer Dr. Braun G>; Feld-Oberkriegs ­ gerichtsrat Karl Schröder; Oberleutnant d: R. Bürgermeister Karl Held mann; Oberleutnant Wolff von Gudenberg (Meimbressen) ; Ober ­ förster a.D. Justus Wenderoth (Oberkausungen). Dezember. Bildhauer Heinrich Wilhelm Brandt, 73 Jahre alt (Kassel); Bildhauer Hans Everding (Kassel); Superintendent a. D. G l e i m, 76 Jahre alt (Marburg); Leutnant d.R. Oberförster zu Böhl Wilhelm Büss #; Leutnant d. R. Wilhelm Wissemann aus Hofgeismar G; Hauptmannd.R. Buchdruckereibesitzer Dr. jur. Paul Schneider G>; Hauptmann d. R. Oberförster Overbecks; Kauf- mann Wilhelm Klippert, 66 Jahre alt (Kassel). Aus aller und neuer Zeit. UlraminLeipzig. Es war im Jahr 1870. Auf dem Weinberg in Kassel, da wo früher der zweite, der Schwanersche Felfenkeller stand, wurde seit 1869 die Villa des Geh. Kommerzienrates Henschel erbaut. Bei Ausbruch des Krieges wurde indessen alle Arbeit eingestellt, aber sobald die ersten Nachrichten von den Siegen unserer Truppen eingingen, die Arbeiten weitergeführt. Die um ­ fangreichen Gartenanlagen waren mir zur Aus ­ führung übertragen und waren im Laufe des Jahres fast beendet. Gewächshäuser waren gebaut, und es sollte nun an Einrichtung des Wintergartens, der mit der Villa verbunden ist, gedacht werden. Mein Vorschlag, in Erfurt und Leipzig geeignete Pflanzen zu kaufen, fand die Zustimmung der Herrschaft, gleichzeitig auch, daß ich mich bei der Gelegenheit in Erfurt mit einer Tochter aus guter bürgerlicher Familie verheiraten wollte. Als die Hochzeitsfeierlichkeiten beendet und mein geschäft ­ licher Auftrag erledigt war, fuhr ich mit meiner jungen Frau nach Leipzig. Es war am 31. Ok ­ tober 1870, am Reformationsfest. Wir hatten die Absicht, den Abend im neuen Leipziger Theater zu verbringen. Da fand ich an den Anschlagssäulen zu unserer großen Freude angekündigt: „Zum Reformationsfest: Das Schauspiel Luther. Herr Hofschauspieler Ulram aus Kassel als Gast." Er ­ spielte die Rolle des Reformators. Eiligst ging's nun an die Theaterkasse, um Einlaßkarten zu kaufen, aber alles war ausverkauft; mit langen Gesichtern zogen wir ab. Auf dem Theaterplatz kam dann ein Herr auf uns zu, der uns wahr ­ scheinlich die enttäuschten Mienen ansah, mit der Frage:„Für das Lutherschauspiel Billetts gefällig?"