?•«<£. 19 f*Mb Das Gemälde an der Südwand. vielleicht als Teutschordensherrn ausgewiesen hätte, ver ­ blaßt. Man könnte den sich nach oben verjüngenden Auf ­ bau für die Nachbildung eines jener freistehenden Sa ­ kramentshäuschen halten, in deren Ausbildung fich die Spätgotik nicht genug tun konnte, wenn nicht einzelne Kennzeichen davon sprächen, daß es dem Maler nicht um die Darstellung eines solchen Ziertürmchens und überhaupt nicht um die Nachbildung einer Steinmetz ­ plastik zu tun gewesen wäre. Die Breitenentwicklung in der Mitte und das Fehlen eines dieser Breite ent ­ sprechenden Unterbaues stehen in Widerspruch mit der einerseits auf Standesfestigkeit, dann aber auch vor ­ Menschwerdung Christi darstellend. zugsweise auf Höhenentwicklung berechneten Konstruk ­ tion der schlanken Steinpyramide, die „höher als die Kirch" sein sollten. Ter weit ausladende Giebel am Tachgesimse des Tabernakels läßt keinen Zweifel dar ­ über, daß der Künstler das Herzstück der Anlage be ­ tonen wollte. Die nach außen vorkragenden Arme an der Spitze, die Filigranarbeit an den Fialensteaen und der mit dünnen Bogenlinien verbundene Blättersries am unteren, völlig wagerechten, ebenfalls verbreiterten Ab ­ schluß des Tabernakels sind weniaer durch die Freiheiten der Malweise als durch die Nachahmung einer Metall ­ technik zu erklären. Nicht den Steinmetzen, sondern den