15 Dr. Kirchheim wurde das Prädikat Professor und dem Inspektor der chirurgischen Klinik K u s; der Charak ­ ter als Rechnungsrat verliehen. Gießen: Die Frequenz in diesem Wintersemester beträgt 1340. Dazu kommen 5 Hospitantinnen, 71 Hörer und 98 Hörerinnen. Halle Sein 75. Lebensjahr vollendete der Ophthalmologe Ge ­ heimrat Professor Dr. weck. Hermann Schmidt- Rumpler (1871—90 Direktor der Marburger Augen ­ klinik). — Dem ersten Assistenten am pathologischen Institut, Dr. med. Karl Iusti, einem geborenen Marburger, nmrde die Venia lexondi für pathologische Anatomie, Pathologie und Tropen-Krankheiten erteilt. Im hessischen Landesmuse Um wurde jetzt die erste der vorgesehenen wechselnden kunstgewerblichen Ausstellungen eröffnet. Aus diesem Anlaß empfing Museumsdirektor Dr. B o e h l a u den Jnnungsausschuß im Antikensaal und legte in einem längeren Vorlrag die angestrebte Förderung des heimischen Handwerks durch das Museum dar. P e r s o n a l ch r o n i k. Anlahlich des 80.Geburtstages des fruheren Vizeburgermeisters Ludwig Bucking in Marburg wurde der dortigcn Dammpromenade der Name „Buckingpromenade" beigelegt. — Referendar Caspar erhielt 50 000 Mark als drittcn Preis der Nationalflugspende. — Stadtrat Dr. Walter Saran in Kassel wurde zum besoldeten Stadtrat in Frankfurt gewahlt. Von der Apotheker-Kammer für Hessen- Nassau. Auf Grund der bestehenden gesetzlichen Be ­ stimmungen über die Standesvertretung der Apotheker wurden in die Apotheker-Kammer für die Provinz Hessen- Nassau für die Jahre 1914—16 und für den Wahl ­ bezirk des Regierungsbezirkes Kassel und das Fürsten ­ tum Schaumburg-Lippe die folgenden Herren gewählt- Hof-Apotheker Wilhelm Nagell-Kassel, Stellvertreter Apothekenbesitzer G. Tillmann-Kassel, Apothekenbesitzer C. Fischer-Homberg, Stellvertreter: Apothekenbesitzer C, Jung-Kirchhain. Apothekenbesitzer Th. Sander-Hofgeis ­ mar, Stellvertreter: Apotheker C. Machledt-Marburg, Apotheker M.Nußbaum-Kassel, Stellvertreter Apotheken ­ besitzer G. Schollmeyer-Marburg. Aus Kassel. In der Lokomotivenfabrik von Henschel wurde die zwölftausendste Lokomotive fertiggestellt, nach- Personalien. Berlieften: dem Prasidenten des Konsistoriums Frei- herrn Schenk zu Schweinsberg in Kassel der Rang der Rate 2. Klasse, dem Pràsidenten des Land- gerichts zu Hanau Schulte-Uffelage der Charakter als Geheimer Ober-Justizrat mit dem Range der RSte 2. Klasse, dem Oberregierungsrat Nebelung zu Berlin die Stelle des Oberregierungsrats sur die allgemeine Ber- waltung der Zolle und indirekten Steuern bei der Ober- zolldirektion in Kassel; dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat Or. H a r n i e r zu Kassel der Charakter als Geh. Iustizrat; dem Ghmnasialdirektor Dr. W a h l e zu Fulda der Charakter als Geheimer Studienrat, den Lehrern Schimke und Naas an der Kgl. Zeichenakademie zu Hanau der Charakter als Professor; dem Oberzollkontrol- leur I h l e zu Homberg der Amtstitel Zollinspektor, dem Gutsbesitzer Rusch e zu Kleinenglis^ und dem Ritterguts- dem vor zwei Jahren die zehntausendste vollendet worden ist- Aus Schmalkalden. Für die hier zu errichtende Gedächtnishalle zur Erinnerung an den Schmalkalder Bund steht eine weitere Stiftung bevor. Der branden- burgische Provinziallandtag beschloß, auf Antrag des sNagistrats der Stadt Schmalkalden eine Kopie des im Königlichen Schlosse in Berlin befindlichen Gemäldes des Markgrafen Hans von Küstrin auf Kosten der Provinz für die Halle anfertigen zu lassen. Naturdenkmalpflege. In der Oberförsterei Hilders ist bei Wüstensachsen der Distrikt Kesselrain wegen des üppigen Bestandes des schönen blauen Alpen-Milch lattichs von jeder Nutzung ausgeschlossen. Auch ein Weihnachtsgeschenk. Unserem hes ­ sischen Künstler Otto Ubbelohde in Goßfelden, dem kongenialen Illustrator der Grimmschen Märchen, durch die er dies herrliche, ewig junge Buch von neuem zu einem Heimatsbuch für uns Hessen geschaffen hat, ging, wie uns berichtet wird, am Weihnachtsabend von außerhalb Hessens ein Kuvert zu, dem beim Offnen ein hessischer Stcrntaler von 1778 entrollte. Das Papier, in das er eingewickelt war, wies folgende Verse auf: Hessische Kinder, große und kleine, Die meisten in Marburg zur Welt gekommen, Haben heut wieder beim Lampenscheine Die Grimmschen Märchen zur Hand genommen Und wie sie so mitten hineingestellt Sich fühlen in diese bunte Welt, Da schlingt ein Zaubrer ein schimmernd Band Um das Märchenland und das Heimatland. Die zwei sind Eins! wir haben'S erfahren Schon oft in diesen vier, fünf, sechs Jahren, Und möchten es gern einmal entgelten Dem lieben Meister in Goßfelden. Doch da des Vaters Schätze nicht groß, So haben wir diesen Taler bloß Ihn haben zum Märchentaler geweiht Der Iaeob und Wilhelm vor langer Zeit, Und als Hecketaler für Patenkinder Gilt er im Hessenlande nicht minder — Der Kinder- und Künstlerglaube schafft Stets neu in ihm eine heimliche Kraft. Weihnachten 1913. besitzer N e u tz e zu Großenenglis der Charakter als Oko- nomierat, dem Generalkommissionssekretär Marx zu Kassel der Charakter als Rechnungsrat; dem Landgerichts ­ rat Gieberich zu Hanau und dem Dechanten Schmelz zu Hünfeld der Rote Adlerorden 4. Klasse, dem Prokuristen Stiebing zu Hanau der Kronenorden 4. Klasse. Bestätigt : die Wahl des zweiten Bürgermeisters der Stadt Graudenz Dr. iur. Stolzenberg als Bürger ­ meister der Stadt Eschwege. Ernannt» die Gerichtsassessoren Dr. K r ü cke zu Kassel zum Landrichter in Hanau, Gerstenberg zum Amts ­ richter in Biedenkopf und Ba chmann zum Amtsrichter in St.Goarshausen; die Referendare Gundelach,Jber, Kraushaar, Löwenberg, Müller und Wirges zu Gerichtsassessoren Hilfspfarrer Wessel zu Kassel-R. zum Pfarrer in Nentershausen, Hilfspfarrer Wacker- barth zu Fritzlar vom 1. April 1914 an zum Pfarrer in Metze.