9m(L> 406 s«E> Das Biedermeier im Spiegel seiner Zeit. Briefe, Tagebücher, Memoiren, Volksszenen und ähn ­ liche Dokumente, gesammelt von Georg Hermann. 416 Seiten. Berlin und Leipzig (Deutsches Verlags- Haus Bong & Co.). Preis kart. 2 Mark, geb. 3 Mark. Der Verfasser von „Jettchen Gebert" bietet hier ein Buch über die Biedermeierzeit, das ebenso gut auch eins aus dieser Zeit genannt werden könnte. Als trefflicher Kenner dieser Epoche läßt er alle möglichen Zeugnisse aus dieser Zeit überzeugend zu uns reden, wir lernen die Welt des Theaters, der Literatur und Kunst so gut kennen wie die sozialen Verhältnisse, die geistigen Strömungen, wir erleben die Reaktion und auch die ersten Sturmzeichen der Märzrevolution. Die Zeit, wo der Großvater die Großmutter nahm, tritt mit ihren lavendelduftenden Zimmern, den geblümten Tapeten und steifen soliden Möbeln greifbar vor uns, und so sind wir Bongs „Schönbücherei" auch für diesen neuen, mit 5 Reproduktionen zeitgenössischer Bilder ausge ­ statteten Band zu wirklichem Dank verpflichtet. Hbach. Literarisches. B. M o r i t o n - v. M e l l e n t h i n s Drama „M aterdoloros a“, die Tragödie einer Mutter, - - -4* Personalien. Ernanntr Pfarrer Hilbert zu Tann zum Pfarrer in Geismar; Katasterkontrolleur Patzelt zu GerSfeld zum Steuerinspektor; Lehrer an der Königlichen Kunst- gewerbeschule zu Kassel Eduard Schick zum Professor. übertragen r die Leitung der Ober-Pofldirektion zu Kassel dem Postrat Bergen er in Hannover unter Er ­ nennung zum Ober-Postdirektor. Versetztr Polizeiassessor Wiedemann von Kassel nach Köln; Polizeirat Hammer von Köln nach Kassel. Geboren: rin Sohn: Oberingenieur Lehma n n und Frau Emmi, geb Bach (Kassel 13. Dezember); — eine Tr chter: Karl Sauerland und Frau Hanna, geb. Stöck- mann (Kassel, 13. Dezember). Gestorben: Fräulein Sophia Alster ans Oberkau- flingen, 74 Jahre alt (Pittsburg, Pa.. 20. November); Rrv. Dr. Jakob Isidor M ombert aus Kassel (Paterson, N. I.); Spinnereibesitzer Wilhelm Müller. 53 Jahre alt (Gladenbach. 5. Dezember); Sattlermeister Karl Wilhelm Heuser (Marburg. 8. Dezember); verwitwete Frau Rechts ­ anwalt Mathilde Burhenne geb. Claus (Marburg. 8. Dezember); Rittmeister Moritz v. Trott zu Solz. Imshausen (Marburg. 9. Dezember); verwitwete Frau Forstmeister Wilhelmine G rosch geb. Harnickell (Großen ­ ritte. 11. Dezember); Fräulein Anna Kramm 64 Jahre alt (Fulda, 14. Dezember); Bankvorsteher Wilhelm Her in g, das bereits in zahlreichen Städten erfolgreich» aufgeführt wurde, ist für diese Saison bisher von 47 Bühnen ver ­ traglich erworben worden. Das Werk ist auch im Buch ­ handel käuflich. (Verlag Moriton, Kassel, broschiert 8 M., in elegantem Geschenkeinband 3 M.) Eingegangen: Schoof, Wilhelm. Die Schwälmer Mundart. Ein Beitrag zur hessischen Mundartenforschung. 95 S. Halle (Buchhandlung des Waisenhauses) 1914. Preis 2.40 M. Heidelbach, Paul. Im Schatten des Her ­ kules. Ernste und heitere Reimereien. 65 Seiten Kassel (Vietor'sche Hofbuchhandlung) 1914. Heidelbach, Paul. AllerhandGauden. Karle Klamberts Kasseläner Verzählungen. Dritter Band. 112 Seiten. Kassel (Vietorsche Hofbuchhandlung) 1914. Preis 1 Mark, gebunden 1,50 Mark. W i n t e r st e i n, Dr. Franz. Kämpfe von Heute und Ge st er n. 1. Gestrauchelt. Eine deutsche Wahlkomödie in drei Aufzügen. 2. Das Jlsenfest oder die Herren Primaner. Lustspiel in vier Aufzügen 63 Seiten. Leipzig-Borsdorf (A. Hasert) 1913. Preis 50 Pf. -«> 46 Jahre alt (Berlin-Friedenau. 14. Dezember); Hoftanz ­ lehrer Wilhelm R i e b e l i n g. 65 Jahre alt (Kassel, 14. De ­ zember); verwitwete Frau Wilhelmine Leimbach, geb. Brennemann. 81 Jahre alt (Kassel, 15. Dezember); Privat ­ mann Joh. Martin Meder. 77 Jahre alt (Kassel, 17. De ­ zember); Fräulein Friedel Berndt, 29 Jahre alt (West ­ uffeln, 18. Dezember). Fragestasten. 8. Wer . kennt den Text des Volksliedes „Der Dörn ­ berg, der war ein tapferer Held?" Kassel W. R o h d e. 9. a) Gibt es ein Bild vom alten Wanfriedcr Rat ­ haus? Das Gebäude stand auf der breiten Marktstraße und ist ungefähr 1862 abgerissen worden. Trotz eifrigen Suchens konnte bis jetzt nichts gesunden werden. d) Merians Stadtbild von Wanfried trägt folgende Worte „Mancher vorm Rauch nur fliegt allein Fält drüber gar in's Feuer hinein. Doch trifft offt mancher groß Gefahr, Der itzt darfür wol sicher war." Ist der Vers willkürlich gewählt oder steht er in irgend einem Zusammenhange mit der Geschichte der Stadt? Wansried. Wilhelm Pippart. An die Leser! Der 27 Jahrgang des ..Heffenland" schließt mit diesem Heft. Wir wollen ihn nicht beenden, ohne unseren Mitarbeitern und Lesern für abermalige vielfache Unterstützung zu bansten. Auch im Jahr 1914 wird das „Hessenland" in der seitherigen Art erscheinen. Um es immer weiter ausbauen zu können, ist es dringend erforderlich, daß die Freunde des Blattes ihm auch ferner treu zur Seite stehen und es bei jeder Gelegenheit empfehlen. Darum bitten wir. Dezember 1913. ^ __ „ . „ Redaktion und Verlag des „Hessenland . Für die Redaktion verantwortlich: Paul Heidelbach, Kassel. - Druck und Verlag von Friedr. Scheel, Kassel.