reg. 23 smtb Fix fährt dagegen die Nadel des Schneiders durch den Stoff. Herr ichs! herr ichs! (Hätte ich's, nämlich das Essen, das der Schuster nicht mag). Der Hobel des Schreiners aber ruft, wenn ihn dieser über das Brett fahren läßt: Dä, höst r d’~es dä, höst~d , ''es! (Da, hast du es). Wegen kleiner oder größerer Verfehlungen gegen das Gebot über Mein und Dein zieht der Volks ­ witz den Müller, den Wirt und den Lein ­ weber auf. Wenn die Mühle angelassen wird, dann ächzt sie Dieb . . Dieb! Läuft sie rascher, dann heißt's Bär~essen? Bär ess~en? (Wer ist ihn sist der Dieb) ?). Nun saust das Mühlen ­ getriebe los: De Net ­ ter ! De Netter! De Netter! (Der Müller sist der Dieb!)). „Wer ist der fromm ­ ste Mensch?" — „Der Wirt!" — „Wa ­ rum?" Buge (im Keller) deftre (den Branntwein) on owe machiT'e see (die Gäste selig (Unten tauft er und oben macht er sie selig). In Netter, in Wätt on in Jedd, bann m’r die drei en in Sack stöpt on schubbelt~se die Trepp näb, da bleibt immer in Spetzbub on in Beschesser owe (Ein Müller, ein Wirt und ein Jude [gemeint ein jüdischer Handels ­ mann von zweifelhafter Ehrlichkeit), wenn man die drei in einen Sack steckt und schubbelt [— kullert) sie die Treppe hinunter, dann bleibt immer ein Spitzbube und Besch .. r [= Betrüger) oben). De Linnwäwer werft met~ner Zähl Gään nach d’r Katz (Der Leinweber wirft mit einer Zahl [60 Bind) Garn nach der Katze. Das Sprich ­ wort meint damit, diese Zahl Garn behält der Lein ­ weber für sich. Bekanntlich verarbeiten die Schwälmer Leinweber das Garn ihrer Kunden). Vom Geschäft des „ Leinwebers leitet sich auch das Sprichwort her: Ungverwörrn honns die Linnwäwer gään (Unverworren haben's [das Garn!) die Leinweber gern). Die Maurer und Zimmerleute sind als die Göttlowendaanksleit*) (Gottlobunddanksleute) *) Vgl. daS Gedicht in Kreizschwerneng Bd. Il, S. 80. verschrieen. Kommen sie endlich, nachdem der Bauherr sie vielmals hat bestellen müssen, daun sagt er froh „Göttlowendaank, däfi~se do seng! “ (Gott Lob und Dank, daß sie da sind). Haben sie aber ihre Arbeit vollbracht, seufzt er auf ­ atmend „Göttlowendaank, däß~se fött seng!“ (Gott Lob und Dank, daß sie fort sind). Denn Behit ins, Härr, ver dierer Zeit, ver Mierer- vieh on Zemmerleit (Behüte uns, Herr, vor teurer Zeit, vor Maurervieh und Zimmerleut' [weil sie viel essen)). „Die Zemmerochsen, das Mierer- vieh on die Harrn Haandlanger sonn zum Ässe komme“ („Die Zim ­ merochsen, das Maurer ­ vieh und die Herren Handlanger sollen zum Essen kommen" — so hatte „jenes" Dienst ­ mädchen diese Hantie ­ rungsleute zum Früh-, stück eingeladen, dessen Schatz einer der Hand ­ langer war). Den Bäcker läßt das.Sprichwort beten; Ach, ich ärmer Bäckerklos, wer ich menge Weck all los (Ach, ich armer Bäcker ­ klos, wär' ich meine Wecke all' los). Schlecht kommt auch der jüdische Han ­ delsmann weg. Da ­ von sagt das Sprich ­ wort : Nengonneng- zig Kes on in Jedd, däs seng sesamme honnet8tenker(Neun- undneunzig Käse und ein Jude, das sind zusammen hundert Stinker [Betrüger)). Wenn einer eine gesalzene Ohrfeige erhält, dann heißt's. Die keft~d’r kin Jedd äb (Die kauft Dir kein Jude ab), und bei linkischer Arbeit: Hä stellt sich o bie in Jedd (Er stellt sich an wie ein Jude). Hä friert bie in Jerrejüng on de Jedd ärwelt ganz gään, äwwer Häng on Fiß müsse rauwe (Er friert wie ein Judenjunge, und der Jude ar ­ beitet ganz gern, aber Hände und Füße müssen ruhen). Der Jude drischt auch nicht gern, dobei kannte net betreie (dabei kann er nicht betrügen [weil „Schlag" gehalten werden muß)). Freilich, das sind alles Scherze, über die man sich nicht ärgern soll, und wer's doch tut, dä eß so doiäm bie~e groß eß (der ist so dumm wie