7 noth peinlich Acht und Hnlsgericht heegen möge, so heege ich dies Hoch Noth peinlich Acht und Halsgericht in Kraft und Gewalt des Hoch ­ würdigen Fürsten und Herrn Julij Bischhvf zu Würtzbnrg und Herzog zu Francken, unsers gnädigen Fürsten und Herrn. Ich heege es auch in Kraft und Gewalt aller Ehrwürd. und edlen Herrn des Kapitels und Domstists zu Würtzbnrg. Ich heege auch in Kraft und Macht des Edlen und Ehren Vesten N. N., jetzige Zeit Amtmanns allhier. Ich heege auch in Kraft und Macht mein, Als Richters. Ich heege es auch mit Kraft und Macht der 14 Geschworenen Centhschöpfen, ich heege auch dieses Hoch Roth peinlich Acht und Halsgericht mit aller feiner Gerechtigkeit und Frei ­ heiten , wie das. von Alters Herkommen ist und noch in sich hält, von feinem ersten Anfang an bis auf den heutigen Tag. Diese Centh und Halsgericht werden durch einen Centhgrafen, so von niemand anders als von dem Hochwürdig unserm gnädigen Fürsten und Herrn jederzeit als zum Richter, der zu verordnet wird, gehalten, wie dan darrüber über eines jeden Centh ­ grafen Bestallungen und Bnnbrief, so ihm von Hoch ­ gedachten unserm gnädigen Fürsten und Herrn darüber zugestellt, ausweisen. Nach gethaner Heege, wie vorgemerkt, fragt der Richter den anderen Schöpfen: wie frag ich euch Rechtens. Antworth der Schöpfe: bei dem Eydt. Darein stellt der Richter an mit denen Worten: so seyd des Rechten Urtheils bei dem Eydt gefragt, und ihr Schöpfen alle 14, ob dies Hoch Noth peinlich Acht zu recht genügsam geheegt sey, daß man ein Jeden, so an diesem peinlichen Halsgericht Recht begehre, könne rechtens geholfen werden. Urtheilen darauf nach gehabten Bedacht der Schöpfen: Also haben mich meine Brüder gelehrt und steht es auch mit ihnen zu recht, dies peinlich Halsgericht sey so mächtig, wohl und recht geheegt, daß wer rechtens an diesem peinlichen Halsgericht begehre, wohl rechtens verholffen wird. Fragt ferner der Richter den dritten Schöpfen wie vor der Eydt: wie soll dies Hohe Noth peinlich Acht und Halsgericht besetzt fein, dieses zu dem rechten macht und Kraft haben. Urtheilen darauf die Schöpfen nach gehabten Bedacht: Also haben mich meine Brüder gelehrt und straf es selbst mit ihnen zu recht, dies peinlich Hals ­ gericht soll besetzt fein mit guter Mann Vierzehn, die untadelhaftig seyen. Solchem nach gebeuth der Richter den Schöpfen, auch dem ganzen Umbstand mit nachfolgenden Worthen: Demnach dieses hohe Noth peinlich Acht und Halsgericht zu recht genügsam geheegt, auch sonst alle Nothdurft dieses peinlichen Halsgerichts zu recht erkandt: So gebiethe ich Euch Vierzehn Schöpfen, das ihr recht Urtheil straft. Ich ver ­ biethe euch, daß keiner uffstehe oder niedersitze, vvr- oder abtrette, auch niemands sein Worth rede, er thue denn solches mit Erlaubniß mein, als Richters. Ich verbiethe auch alle unziehmblich Worth und Werk dem ganzen Umstand hinden und vor dem Gericht, soweit dies peinlich Halsgericht Ohrenschall hat, solches alle sey verbothen bei Leibesstraffe. Solchem nach fordert aus Geheiß des Richters der Centhknecht überlaut Klage und Antwort mit nachfolgenden Worten: Ich erfordere Klag und Antworth für des Hoch ­ würdigen meines gnädigen Fürsten und Hern von Würtzbnrg Hohe noth peinlich Acht und Hals ­ gericht. Wer etwas daran zu schaffen hat, der mag wohl fürtretten. Und solches thut der Landknecht zum ersten, andern und drittenmal. Solchem nach tritt der Kläger für und begehrt mit Erlaubniß des Richters einen Schöpfen, so ihnl gefällig, sein Wort zu reden. Wann nun dem begehrten Schöpfen vom Richter solches erlaubt wird, und der Schöpf sich solches zu thun verweigert, wird es ihm uff rechtlich An ­ stellung zu thun erkannt. Solchem nach dingt er sich mit dem Kläger zu bedenken. Nach beschehenem Bedacht tritt er neben dem Kläger mit Erlaubniß des Richters wieder für Gericht und beding fein Klag nach Gelegenheit schriftlich oder mündlich für, und begehrt darauf an den Richter zu recht anzustellen, findemahl der Hochwürdig unser gnädigster Fürst und Herr Übelthäter einen oder mehr in gefänglichen Banden habe, wie man solche aus den gefänglichen Banden bringen mag. Darauf wird uff Anstellung des Richters von den Centhschöpfen nach beschehener Berathschlagung also geurtheilt: Also haben mich meine Brüder gelehrt, strafe es auch selbst mit ihnen zu recht, der Landknecht soll den Beklagten dem Kläger antworthen zu feinen Handen. Auf solche Urtheil fragt des Klägers Antworth- reder und fielt ferner zu recht an, wie man ferner mit dem Beklagten verfahren soll, damit man rechtlich thue und unrecht lasse. Darauf urtheilen die Schöpfen, auf Anstellung des Richters mit vorgehabten Bedacht also: Also haben mich meine Brüder gelert, so straf ich es auch selbst mit ihnen zu recht, der Klüger soll den Beklagten dem Züchtiger antworth zu feinen Handen.