308 Sammler von Münzen erwachst, über die Erholung und Freude, die 'eine schön geordnete Sammlung dem Besitzer zu bereiten im Stande ist. wollen wir hier fein Wort verlieren, da wir keine Prv- selyten für das Münzsammeln machen wollen. Wir wollen nur die Aufmerksamkeit derjenigen Leser ans das obige, anmuthig geschriebene Werkchen lenken, die bereits eine, wenn auch nur kleine Münzsammlung besitzen und ihre Schätze auf eine rationelle Weise rmterbringen und ordnen wollen, oder es solchen empfehlen, die in die Lage kommen können, einem jugendlichen Sammler mit Rath und That beizustehen. Auf alle Fälle dürfte es sich für letztere als ein vorzügliches Weihnachtsgeschenk eignen. Der Inhalt des Buches ist kurz folgender: Nachdem Verfasser in einer Einleitung sich über den Werth des Sammelns von Münzen aus ­ gesprochen, giebt er sehr zweckmäßige Rathschläge über die Anlage und das Ordnen einer solchen Sammlung, giebt weiter beachtenswerthe Winke, wie man seine Sammlung vergrößert, ferner An ­ leitung zmn Reinigen der Münzen, Mittel und Wege, wie mau, was oft ziemlich schwierig ist, die Münzen bestimmt, sodann einen Abriß der Geschichte des Münzwesens; der Schluß ist den Falsifikaten gewidmet. Die Frage manches Lesers: „Was soll denn aber diese Besprechung in unserm Hessenland?" beantworten wir dahin, daß der — wir wollen es verrathen — pseudonyme Verfasser (es ist ein alter Landsmann und Mitarbeiter dieser Zeitschrift, I)r. Paul W. in Leipzig) die zahlreichen, in seinem Werkchen angeführten Beispiele, die meisten der gebrachten Abbildungen seiner eigenen stattlichen Sammlung h esst s ch e r Münzen entnommen hat, und die Schrift füglich eine kleine hessische Münz ­ kunde darstellt. — n. U’VrlbnaCteu. Verliehen: dem Konsistorialrath R o hd e in Kassel der Charakter als Oberkonsiftorialrath; dem ersten Bibliothekar der Landesbibliothek Dr. Loh in eher zn Kassel der Titel Oberbibliothekar; dem Wasserbauinspektor Sieber in Kassel, den Kreisbauinspektoren Sief er in Melsungen, G i b t i u s in Frankenberg, I a n e r t in Kirchhain der Charakter als Banrath. Versetzt: Regiernngsrath von Engelbrechten zu Bromberg nach Kassel als etatsmäßiges Mitglied der Generalkommission; Staatsanwalt Steiuhauß zu Oppeln als Amtsrichter nach Wetter; Gerichtsassessor Böse zu Hagen in Westfalen an die Staatsanwaltschaft zu Kassel. Verlobt: Hauptmann Friedrich Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels mit Fräulein Elisabeth von Knobelsdorf-Bren kenh off (Kassel, 26. Ok ­ tober) ; praktischer Arzt Dr.“ med. F r i tz M i ß m a h l (Kassel) mit Fräulein Adele M i ch e l s e n (San Francisco, November). Geboren: e i n S o h n: Dr. med. G u st a v P l a t n e r und Frau Lina, geb. Hupfeld (Witzenhausen, 28. Ok ­ tober); Gustav Gagel und Frau Frieda, geb. Günther (Kassel. 28. Oktober); Fritz Range und Frau Sophie, geb. B e ck c r (Kassel. 11. November); ein Mädchen: Wilhelm Hördematm und Frau, geb. Weber (Kassel, 1. November); Gasthalter W. Ucht- mann und Frau (Kassel. 11. November). Gestorben: BerwittweteFrau Henriette Pfeiffer, geb. Dietz. 85 Jahre alt (Kassel, 26. Oktober); Forst ­ meister a. D. August Fischer (Marburg, 26. Oktober); Pfarrer Magnüs D ticke (Pettendorf in Niederösterreich. 27. Oktober); Negierungs- und Battrath z. D. Hermann R i ch a r d Eduard S e i ck, 61 Jahre alt (Kassel, 28. Oktober); Frau F r i e d e r i k e Neuling, geb. R e i z, 55 Jahre alt (Hanau, 31. Oktober); kurhessischer Aktuar und Gerichissekretär a.D. KarlRudolph Li tuberger, 71 Jahre alt (Kassel, 1. November); Frau Pfarrer dl d a nt, geb. Cw i n g J79 Jahre alt (Kassel, 1. November); Oberst z. D. itttb Stadtrath Friedrich Wilhel m F r e i h e r r von Lepel, 61 Jahre alt (Kassel, 8. November); Frau Lehrer Katharina Emma Elisabeth B r e d e, geb. Ullrich, 52 Jahre alt (Kassel, 8. November); städtischer Steueramtskassirer Karl W e itz m a n n, 45 Jahre alt (Kassel, 10. November); Buchhändler Karl Ludwig Schmitt (Marburg, 10. November). Briefkasten. Alle Sendungen für die Nedattion wolle man an die Buchdruckern von Friede. Scheel, Kassel, Schloßplatz 4, richten. Frau .7. 6. in Fronhausen. Bestens dankend wird der richtige Empfangs beider '^Sendungen hiermit bestätigt, deren Aufnahme nach und nach erfolgen wird, imb zwar ist zunächst der Abdruck der zuletzt eingetroffenen Schilderung beabsichtigt. Frau 71. 0. in'Fulda. Angesehene Germanisten halten die Ableitung des Namens Fritzlar von beut Personen ­ namen Friddo (neuhochdeutsch Friede) in Verbindung mit dem Worte hir für wahrscheinlicher als die in voriger Nummer des „Hessenlandes" mitgetheilte von W. Arnold. Der Druckfehlerteufel hat übrigens das Wort lridu zu fridn verunstaltet. Brief folgt. Touristische Mittheilungen: Jahrgang kV, Nr. 5, November 1895. Inhalt: „Der Christenberg in Burg ­ walde." Bon Dr. Wilh. Chr. Lange. „Bilder von der Schwalm." Von demselben. Anzeige. Hessisches Dichterbuch (3,60 JL) 37 hessische Schriftsteller. — In der Presse sehr gut empfohlen! Vorräthig in jeder Buchhandlung; wenn nicht, direkt vom Herausgeber (V. Trandt, Rau scheu berg). Für die Redaktion verantwortlich: Dr. W. Grotefend in Kassel. Druck und Verlag von Friedr. Scheel in Kassel.