247 Zahnen genau observirt zu werden. Weil also die auch durch die Allmächtige Hand Gottes erschaffene See-Hündin sich selbst j und nicht die leeren Worte raeorrinrouckii-sn / als bittet der Ver- pfleger dieser sehens-würdigen See-Hündin gantz gehorsamst / daß die Luriausen U68x66tiv6 Dumos und Herren bey ihm zusprechen. Ist alle Stund bey dem Tag zu sehen. NB. Aus Begehren vornehmer Dames und Herren / kan es des Abends nach 4 Uhren auf ihr Zimmer gebracht werden. Mit Erlaubniß einer hohen Obrigkeit Wird hiermit jedermünniglich kund und zu wissen gemacht, daß ein Mechanicus seine in Theatral-Physicalischen und andern Wissenschaften bestehende Künste, auch an hiesigem Orte zu produciren willens; und da diese Wunder der Maschinen schon das Auge vieler Monarchen be ­ lustiget, und von Kaiser- König- Chur- und Fürstlichen Höfen rühmlichst belobet: so ist man der gänzlichen Zuversicht, daß man die hoch ­ ansehnliche respective Zuschauer aus das voll ­ kommenste befriedigen könne, indeme kein Fleiß wird gesparet werden, dißfalls den Beyfall zu erhalten, und wie anderwärts Erstaunungsvoll von der Bühne zu gehen. Itens: Findet mau vor Augen einerseits eine mit allerhand curiosen Bewegungen, theils fahrend theils reitender Figuren, verwunderungswürdige Scene; anderseits sind Landschaften, Berg. Thäler und mehr dergleichen, die jedermann zur Lust und Seltenheit dienen werden, zu sehen. Wie nicht minder, wird der Mechanicus protuciren 2tens: ein Stück, welches die Welt ein Meisterstück kann nennen, an dem kein Leben, und doch für lebend zu erkennen, bestehend in einer Figur zwey Schuh hoch, die da franco und frey sitzet auf einem Tisch als Schreiber-Jung, beweget durch die Kunst seine Augen in dem Kopf, tunket ein, und schreibet deutsch einen jedweden Namen oder Wort, was nur immer dictiret wird von dem Gönner; und allda wird mau bekennen, daß Menschen-Kunst der Zeit nicht nur allein groß, sondern auch 3tens: aus das höchste gestiegen seye, in denen 2 aus das prächtigste gekleideten von Holz ge ­ schnitzten Bauernkindern - - - - die theils Augen theils Finger rühren, also zwar, wenn sie anfangen aus denen ihnen in die Hände gegebenen natürlichen Traversen zu blasen, und die Töne wie erforderlich mit den Fingern greisen auf das vollkommenste exprimiren, certando Andante, Menuetten, Primo- und Secundo machen; dadurch werden meine Zu ­ schauer bewogen zu sagen: Ich kanns nicht genugsam rühmen, denn mit Worten läßt sich nicht ihr Preiß bestimmen. Es wird auch während dieser Pro- ducirungs-Zeit 4tens: ein Musikalisches Instrument sich mit Simsonie, Andante, Allegro, Menuetten und Pastorelle, hören lassen, und 5tens: seynd 12 gemeine Soldaten, 2 Tambours, und ein zu Pferd commandirender Offizier, mit theils avansirend, theils retirirendem militärischem Erercitio zu sehen; auch etwas lächerliches vor ­ zustellen, so wird zum Vorschein kommen ein von Holz geschnitzter Tirolerischer Scheiben-Schütz, der aus die Scheiben natürlich bald schwarz, bald weiß schüsset, samt einem lustigen Zieler; alsdann so stellet 6tens: und schlüßlichen meine Scene auch eine Vestung vor und wie gebräuchlich nach Lösung deren Stücklein, der alldahin verbannte Arrestant, bey Befragung wegen der Vestungs-Strafe durch wunder ­ liche Bewegungen, die Ursach seines Arrestes an den Tag giebet. Es ist nicht Zauberei, kein Blendung noch Betrug, Natürlich geht es zu, natürlich, aber klug. NB. Der Ansang ist Nachmittags von 2 bis 9 Uhr, jedoch alle Stunden. Das Leggeld stehet Standespersonen frey. Auf dem ersten Platz bezahlt die Person 24 Kr. Aus dem zweyten 12 Kr. Aus dem dritten 8 Kr. Auf dem vierten 4 Kr. Der Schauplatz ist in der Stadt Amsterdam.*) Es wird auch jedermann freundlich ersucht, daß diese Kunst-Stücke von niemand angetastet werden, weil sie sehr zerbrechlich sind. *) Mit Tinte hinzugefügt. (Fortsetzung folgt.)