— 14 — Aus Keimath nnb Fremde. AeMlche Godtenfchau von 1894. Di-. Joseph Weyland, Bischof von Fulda, Fulda, 11. Januar; Dr. Johann Karl Flügel, Gymnasialprofessor a. D., Kassel, 18. Januar; Sigmund von Schmerfeld. Eisenbahndirektions ­ präsident a. D., Montreux, 12. Februar; Karl Kalb, Domdechant und Generalvikar, Fulda, 14. Fe ­ bruar; Gottfried Schautz, Metropolitan a. D., Kassel, 19. Februar; Philipp Döll, Buchdrnckerei- besitzer, Kassel, 5. März; Philipp Werner Hans ­ mann, Bergrath a. D., Wilhelmshöhe, 12. März; Ferdinand Zw enger, Begründer und Heraus ­ geber der Zeitschrift „Hessenland", Fulda, 6. April; Theodor Seitz, Apotheker, Kassel, 6. Mai; I. F. Zimmermann, Kommerzienrath, Hanau, 10. Mai; Dr. Emil Joost, Arzt, Kassel, 21. Mai; Heinrich Weis Haupt, Fabrikant, Hanau, 8. Juni; Freiherr Alexander von Baum- bach-Rop perhausen, kurhessischer Staats ­ minister a. D., Ropperhausen, 1. Juli; Adalbert Jäneke, Oberpostkassenbuchhalter a. D., Kassel, 16. Juli; Dr. theol. Julius Martin, General- superintendent a. D., Kassel, 25. Juli; Dr. Jo ­ hann Karl Glaser, Universitätsprofessor aus Marburg, Neuenhain, 31. Juli; Joseph Busch, Geh. Oberregierungsrath, Kassel, 25. Juli; Otto Speyer, Professor, Kassel, 3. August; Freiherr von Trott zu Solz, Konsistorialpräsident, Kassel, 3. August; Freiherr Ernst Schenk zu Schweinsberg, Erbschenk von Hessen, Schweins ­ berg, 4. August; Reinhard Tietz, Amtsrichter a. D., Kassel, 22. September; August Friedrich Karfs, Metropolitian a. D., Kassel, 24. Sep ­ tember ; Heinrich Gunkel, Geh. Rechnungsrath, Kassel, 27. September; Friedrich Engelhardt, Major a. D., Kassel, 30. September; Armin K o l lm a r, Amtswundarzt, Melsungen, 4. Oktober; Eduard Neubert, Regierungs- und Gewerberath, Kassel, 6. November; Ludwig Wilhelm Dehnert, Forstmeister a. D., Kassel, 9. November; Gustav Wilhelm Zimmer mann, Amtsgerichtsrath, Kassel, 16. November; Dr. med. Ludwig Ulrich, Geh. Sauitätsrath, Kassel, 16. November: Friedrich Sacksossky, Oberförster, Reichensachsen, 16. No ­ vember; Oskar Henfchel, Geh. Kommerzienrath, Kassel, 18. November; Heinrich Knobel, Bürger ­ meister, Ehlen, 3. Dezember; Frau Lilly Wigand (H. Brand), Schriftstellerin, Wahlershausen, 5. De ­ zember; Nötiger Ganslandt, Geh. Jnstizrath z. D., Kassel, 5. Dezember; Dr. med. Ludwig Wachs, Arzt, Kassel, 11. Dezember; Daniel Frey, Kommissionsrath, Hanau, 17. Dezember; Dr. jur. Ludwig M öli, Reichsgerichtsrath a. D., Kassel, 21. Dezember. Bon unsern hessischen h ö h e r e n Le h r a n st alte n werden den heurigen Osterprogrammen folgende wissenschaftliche Abhandlungen beigegeben werden: 1. K a s sei ^ G y m n a s i u m: Professor Stall Der Historiker Friedrich Wilkeu. II. 2. Kassel — Realgymnasium: Oberlehrer Siebert, Beiträge zur deutschen Einheits ­ bewegung. 3. Kassel — Oberrealschul e: Oberlehrer Dr. Knabe, Französische Einflüsse auf das deutsche Realschulwesen. 4. Kassel - Neue Reals ch ule: Oberlehrer Dr. Po hl er. Kriegerische Ereignisse in der Umgegend von Kassel. I. die Kampfe an der Mündener Straße. 5. Hanau — Gymnasium: Direktor Dr. Braun, Illustris scholae Hanoviensis leges et album civium academicorum inde ab 1665 nsque 1812. Dr. A. Todesfälle. In der Nacht zum 17. Dezember verschied in Frankfurt, wo er sich aus der Durchreise befand, in Folge eines Schlaganfalles der Kommissionsrath Daniel Frey, Direktor des Hanauer Stadttheaters. Frey hat ein Alter von mehr als 77 Jahren erreicht und erfreute sich in ganz Deutschland des Rufes eines vortrefflichen Bühnenleiters. Er war am 15. April 1817 in Kassel geboren, widmete sich sehr früh der Künstler ­ bahn und legte an einer Reihe von Theatern Proben seiner Tüchtigkeit ab. Als im Jahre 1872 das Hanauer Theater in den Besitz der Stadt über ­ ging, übernahm Daniel Frey die Leitung desselben, die er seitdem (gleichzeitig mit den Theatern von Homburg und Offenbach) führte. Mit welchem künstlerischen Erfolge, das brauchen wir, so bemerkt die „Han. Ztg.", nicht näher auszuführen, das ist allgemein bekannt. Im ganzen deutschen Reiche ist der Name unseres Bühnenleiters in Künstlerkreisen hochgeachtet, viele junge talentvolle Kräfte haben unter ihm weitere Ausbildung für ihren schweren Berns ge ­ sucht und gefunden, viele Direktoren entschlossen sich viel leichter zu dem Engagement eines Künstlers, wenn sie wußten, daß er in der Frey'schen Schulung gewesen war. Auch an äußeren Beweisen der Anerkennung hat es Daniel Frey nicht gefehlt. Kaiser Wilhelm 1. ernannte ihn zum Kommissions ­ rath, der Großherzog von Hessen verlieh ihm ben