249 ihre Oberhöfe hatten, so waren sie von der Juris ­ diktion der Landgerichte meistens befreit, bis ­ weilen aber hatten sie sowohl Oberhof als Land ­ gericht nebeneinander. Diese Befreiung von der Jurisdiktion der Oberhöfe geschah durch aus ­ drückliches Privilegium des Landesherrn. (Fortsetzung folgt.) •i-a* nschrifien an Wasseler Gebäulichkeiten Von Rsrl Rnelsch. (Schluß.) m Jahre 1784 wurde dem Landgrafen Friedrich II. auf Beschluß der Landstände ein Denkmal gesetzt. Es stellt den Fürsten nach dem Zeitgeschmack in römischer Tracht und mit dem Lorbeer gekrönt dar. Am Sockel des Denkmals prangen in Goldbuchstaben die inhalts ­ reichen Worte Friderico II. MDCCLXXXIII. l5 ) Eine andere Inschrift an demselben Denkmale meldet uns von der pietätvollen Wiederaufstellung des unter Jerome entfernten Standbildes durch Friedrichs Sohn Wilhelm I. Guilielrnus I. Elector Statuam Patris E Sua Sede Ab Hostibus Avulsam Reponi Fecit MDCCCXVIIL 16 ) Bon Wilhelm I., der bis 1803 als Land ­ graf den Namen Wilhelm IX. führte, haben wir noch zwei Inschriften, die sich beide auf den Neubau der steinernen Fuldabrücke in den Jahren 1788 bis 1794 beziehen. Die deutsche lautet Unter der Regierung Wilhelm des IX. Landgrafen zu Hessen War der Bau dieser neuen Bruecke wegen Schadhaftigkeit der alten Zum Nutzen und Zierde dieser. Stadt im Jahr 1788 angefangen und 1794 gluecklich vollendet. Denselben Inhalt hat die lateinische: Wilhelmus IX Hassiae Landgravius Pontis huius novi structura Civium commodis et urbis ornamento prospexit Anno salutis MDCCXCIV. 15) Friedrich dem Zweiten das Vaterland! 1783. re) Kurfürst Wilhelm I. ließ das Standbild seines Vaters, das von den Feinden herabgerissen war, wieder ausstellen 1818. Dem Andenken der Männer, die im Jahre 1809 für ihr Vaterland den Opfertod starben, ist der Stein auf dem Forste und das Löwen ­ denkmal in der Aue gewidmet. Bis zum vorigen Jahre waren auf einer einfachen Steinplatte auf dem Forste die Worte zu lesen: Zum Gedaechtniss der Hessischen Männer welche wegen der Treue Fuer ihr Vaterland Unter der Franzoesischen Fremdherrschaft an dieser Stelle Das Leben verloren. Jetzt ist der Denkstein in würdiger Weise er ­ neuert und mit den Namen der Helden ge ­ schmückt, die auf dem Forste muthig dem Tode in's Auge sahen: Hier fielen hessische Maenner als Opfer der fran ­ zoesischen Fremdherrschaft 1809 Lieuten. F. W. von Hasserodt aus Wahlhausen. 13. Mai. Oberst Andr. Emmerich aus Kilianstaedten. 18. Juli. Professor J. H. Sternberg aus Marburg. 19. Juli. Ackersmann W. Guenther aus Sterzhausen. 19. Juli. Ackersmann D. Muth aus Ockershausen. 19. Juli. Wachtmstr. Ch. Hohnemann^ aus Wahlhausen. 11. Aug. Das Denkmal in der Aue trägt auf einer schwarzen Marmorplatte die Inschrift in ver ­ goldeten Buchstaben: . Zum Andenken der als Opfer der französischen Fremdherrschaft gefallenen hessischen Patrioten