80 Mappe versehene Adresse gewidmet, die Regierungs ­ Sekretär Faßhauer mit einer warm empfundenen Ansprache überreichte. Der Jubilar dankte sichtlich er ­ griffen. Früher im Dienste des kurfürstlich hessischen Hofes, später der königlichen General-Verwaltung des kurfürstlichen Hausfideikommisses, vertritt Geh. Hof ­ rath Rosenblath bei der königlichen Regierung die Verwaltung der Sr. Majestät reservirten Besitzungen in Kassel und Wilhelmshöhe, ferner der Aue, der Bildergalerie, des Museums und Wilhelmsthals, und erhielt neuerdings auch die Vertretung des königlichen Hofmarschall-Amtes für die erstgenannten Besitzungen. Er hat sich durch stets regen Eifer, unentwegte Pflicht ­ treue, Muth und Ausdauer in seinem oft schweren Amte ein unvergängliches Verdienst um diese allehr ­ würdigen Schöpfungen der kunstsinnigen hessischen Fürsten erworben. Möge er den verdienten Lohn dafür in der Hochachtung seiner Vorgesetzten, von denen er heute höchst anerkennende Gratulationsschreiben erhielt, in der Liebe und Anhänglichkeit seiner Kollegen und Untergebenen und in der Verehrung seiner Mit ­ bürger, ungeschwächt an Geist und Körper, noch lange Jahre genießen! (Kass. Tagebl.) Universitätsnachrichten. Der Privatdozent Dr. Karl Bergb ohm von der juristischen Fakultät der Universität zu Dorpat ist zum außerordentlichen Professor der Rechtswissenschaft in Marburg an Stelle des nach Gießen berufenen Professors Dr. H. Nehm ernannt worden. — Der außerordent ­ liche Professor Dr. Karl Friedrich Kau ff - mann in Halle, früher Privatdozent in Mar ­ burg, hat einen Ruf als ordentlicher Professor für deutsche Sprache und Literatur an die Universität zu Jena erhalten. — Am 2. Februar starb zu Philadelph ia im 73. Lebensjahre der Professor der Chemie und Mineralogie an der pennsylvanischen Universität Dr. Friedrich August G en th. Prof. Genth, u. W. gebürtig aus Langenschwalbach, war in der Mitte der 40er Jahre Assistent der chemischen Lehranstalt an der Universität Marburg unter Professor Dr. Robert Bunsen und hatte sich daselbst im Jahre 1846 als Privatdozent für Chemie und Mineralogie habilitirt, nachdem ihm auf Grund seiner Dissertation „Beiträge zur Kenntniß des Kupferschieferhütten-Prozesses, erläutert durch die Untersuchung der auf der Friedrichshütte bei Richels ­ dorf gewonnenen Produkte" die Würde als Dootor philosophiae und die Erlaubniß, Vorlesungen zu halten, von der philosophischen Fakultät zu Marburg verliehen worden war. Zu Ende der 40er Jahre wanderte Dr. Genth nach Amerika aus. Eine Berichtigung. Unrichtigkeiten, die auf meine Rechnung fallen (et saepe dormitat bonus Homerus) sind mix alle ­ mal sehr unangenehm gewesen. Den Irrthum läßt man passiven, aber nicht den Widerspruch gegen Berichtigung. Ueber einige Angaben in meinem kurzen Aufsatz über Fürst Blüchers Vater in Nr. 3 des Hessenlandes habe ich mit Dank von dem Herrn Oberst N. folgende Berichtigungen erhalten: 1. Fürst Blüchers Mutter war nicht, wie ich in der Herbst'schen Encyclopädie las, eine v. Bülow, sondern eine v. Zülow, eine v. Both war Schwiegermutter. 2. Fürst Blüchers Vater, der hessische Ritt ­ meister — 1737, war in der Grafschaft Schaumburg garnisonirt. Daß der Rittmeister von Blücher unter dem Prinzen Friedrich, dem späteren Schwedenkönig, Feldzüge mitgemacht, habe ich nicht gemeint, und die Duellaffaire habe ich als Familiensage bezeichnet. Es wird berichtet? daß Rittmeister Blücher, als er von einer Reise in die Heimath den gegebenen Urlaub überschritt, und einige Zeit ohne Gage blieb, aus diesem und keinem andern Grund den Dienst in Hessen quittirt habe. M. H. Hy. A. Inhalt der Nummer 6 des „Hessenland": „Im Vorfrühling", Gedicht von Carl Liebrich; „Erinnerungen aus dem Leben des Gymnasialdirektors Dr. K. Brauns", von Dr. H. Siebert (Schluß); „Kasseler Tagesneuigkeiten aus dem 18. Jahrhundert", von Otto Gerland (Schluß); „Der Taugenichts", eine kleinstädtische Geschichte von D. Saul; „Erwachen", Gedicht von H. Frederking; „Im Burggarten", Gedicht von Ekkehard; „Alles — alled es ins", Gedicht in schwälmer Mundart von Kurt Ruhn; „Aus alter und neuer Zeit"; „Aus Heimath und Fremde"; „Berichtigung" von G. Th. D. WM- Zum Abonnement auf das 2. Huartak 1893 der Zeitschrift „Kefsentand" laden ergebenst ein Redaktion «nd Uerlag. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F.Zwengerin Fulda, Druck und Verlag von Friedr. Scheel in Kassel.