280 Richard Wedel, Ueber das Dolcritgebiet der Breit ­ first und ihrer Nachbarschaft. 37 S. mit 2 kol. Taf. Berlin. L. Schade. Wo sich die Rhön nach Süden abflacht, liegen zwei kleinere Höhenzüge, die nach dem Spessart ziehende Breitfirst und der Landrücken, welcher sich nach dem Vogelsberge erstreckt. Erstere rechnet man ganz zur Rhön, letzteren aber nur bis zum Distelrasen bei Elm, wo ihn die Eisenbahnlinie Fulda-Hanau über ­ schreitet. Er bildet die Wasserscheide zwischen Weser und Rhein, während die Breitfirst ganz dem Strom ­ gebiet des Rheins angehört. Die Breitfirst ist mit prächtigen Buchenwäldern bedeckt, der Landrücken trügt nur auf seinen Höhen etwas Waldung und ist im Uebrigen Ackerland. Im Süden der Hauptwasser ­ scheide befinden sich verhältnißmäßig rief eingeschnittcne Thäler, im Norden dagegen senkt sich das Gebirge ganz allmälig gegen das Fuldathal. Von der höchsten Erhebung, dem Frauenberg (auch Taufstein oder Frauenstein, nach einem Steinaltar aus der Heidenzeit so genannt), sowie vom nahen Sparhöfer Küppel hat man eine schöne Rundsicht. Die Untersuchung der geologischen Verhältnisse dieses Gebietes bildet den Inhalt des oben genannten Merk ­ chens. Das Ergebniß dieser Untersuchung ist, kurz zusammengefaßt, folgendes: der Hauptantheil an der Zusammensetzung der Gegend fällt der Trias zu. Die nächst jüngeren Ablagerungen gehören der Tertiärzeit an. Damals bildeten sich die ziemlich ! mächtigen kohlensührenden Thone. Dann wurde die ! Gegend der Schauplatz einer bedeutenden vulkanischen Thätigkeit, dieser verdanken ihr Entstehen die Nephelin ­ basalte und Limburgite, dann die olivinhaltigen dichten und später die doleritischen Plagioklasbasalte. Die eruptive Thätigkeit wurde mindestens einmal unter ­ brochen, wie die dazwischen gelagerten Tufsschichten beweisen. Nach Aufhören der vulkanischen Thätigkeit trat eine wesentliche Neubildung von Schichten nicht mehr ein; die Verwitterung der Basalte lieferte im Verein mit den zusammenschlämmenden Gewässern unbedeutende Ablagerungen von Lehm. Dr. A. Otto Müller, Bacillariaceen aus Java. 1. — Berichte der deutschen botanischen Gesellschaft. Berlin 1891. In dem Habichtswald bei Kassel, und zwar ober ­ halb des Asch, rechts von dem nach dem Herkules führen ­ den Wege, findet sich der besonders durch seine Fisch- und Käferabdrücke berühmte Polirschiefer. In ihm kommt auch eine Bacillariacee vor, welche im Jahre 1840 zuerst von Chr. G. Ehrenberg als Gallionslla undulata beschrieben worden ist und später von Fr. Tr. Kützing den Namen Melosira undulata erhalten hat. Sie ist bislang nur fossil und allein indem gedachten Polirschiefer gefunden worden. Neuerdings hat nun der Verf. der oben genannten Abhandlung die übrraschende Entdeckung gemacht, daß die in Rede stehende Bacillariacee sich lebend im Schlamme von Kottabatu bei Buitenzorg auf Java findet. Die Identität der in unserem Polirschiefer abgelagerten Art mit jener von Prof. Tschirch in Kottabatu lebend gefundenen ist von O. Müller unzweifelhaft festgestell worden. Bemerkenswerth ist weiter die Thatsache daß beiden in Rede stehenden Lokalitäten noch andere Arten gemeinsam sind, worüber sich Müller weitere Mittheilungen vorbehält. Dr. A. Bei der Redaktion des ^Hessenlandes* sind von neu erschienenen Schriften eingegangen: Meine Dienstzeit. Friedens- und Kriegs ­ erinnerungen von 1869—1871 von I. Duering. Marburg, N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung. 1691. Chronik der Stadt Vacha. Von Paul Grau, Lehrer. Leipzig, Verlag von Wolfgang Gerhard. 1892. Das Kasseler Gyrnnasium der sieben- ziger Jahre. Erinnerung eines Schülers aus damaliger Zeit. Berlin, Walther und Apolant's Verlagsbuchhandlung. 1891. Die Besprechung dieser Schriften folgt in einer- späteren Nummer. Briefkasten. II. K.-J. München. Empfangen Sie unseren verbind ­ lichsten Dank für Ihre gütigen Zusendungen. M. H. Regensburg. Sie haben uns durch Ihre Zu ­ sendung sehr erfreut und halten wir uns Ihnen dafür zu aufrichtigen! Danke verpflichtet. 6. P. Wächtersbach. Ist uns sehr erwünscht gekommen. Wird in der nächsten Nummer zum Abdrucke gelangen. Freundlichsten Gruß. E. B. Vaake. Mit Dank angenommen. W. B. Kassel. Wird in aller Kürze besorgt. Näheres brieflich. Besten Dank und freundlichsten Gruß. G. A. und 0. Kassel. Sie erhalten in den nächsten Tagen Antwort. Anzeige. 8 r=^r^c^[^r^r^^r^^r^r=^n=Jr=Jr==J 'P Kaffee-Handlung J. Berlit, Kassel. I Stets zuverlässig gut und kräftig im Ge ­ schmack ist meine seit 11 Jahren eingeführte 1 Kasseler Mischung, das Pfund M. 1,70, bei Postpacketen portofrei. Die Kasseler Mischung ist aus guten Java- ! Sorten hergestellt, die nach holländischer Art geröstet sind. Ausserdem unterhalte ich ein grosses Lager in rohen und gerösteten Kaffees in allen Sorten u. Preislagen u. stehe ich mit Preislisten u. 1 s Proben gern zu Diensten. Postpackete portofr. Kaffee-Handlung J. Berlit, Kassel. ß Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zwenger in Fulda, Druck und Verlag vonFrtedr. Scheel in Kassel.