304 Weise verherrlicht zu sehen, wie dies in der Treller'schen Dichtung der Fall ist. Der längst gehegte Plan, dem Landgrafen Philipp dem Großmüthigen in seiner alten Hauptstadt Kassel ein Denkmal zu setzen, rückt seiner Verwirklichung näher, und die Aufführung des Treller'schen Volksbühnenspiels wird dieselbe wesentlich sördern. So unterliegt es denn wohl auch keinem Zweifel, daß die letztere in ganz Kassel und Hessen überhaupt auf die sympathischste Aüfnahme rechnen kann. -r. Wie wir in der „Kasseler Allgemeinen Zeitung- lesen, steht zunächst in Eschwege die Aufführung des Falckenheiner'schen Volksbühne n- spiels „Der Apostel der Deutschen- in Aussicht. Zur Ausführung dieses Planes soll sich daselbst aus den verschiedensten Bürgerkreisen ein Komits bilden, welches die Angelegenheit weiter betreiben wird. Briefkasten. Ph. L. Berlin. Wegen absoluten Mangels an Raum ist es uns bis jetzt nicht möglich gewesen, Zhre Besprechung zu bringen. Offen gestanden, halten wir auch das Buch gar nicht der Aufmerksamkeit werth, in solch eingehender, wenn auch abfälliger Weise, besprochen zu werden. Es ist einfach unter der Kritik, schade um den guten Druck und das Papier. Freundlichen Gruß. P. GL Marburg. Das Vermißte hat sich noch nicht wiedergefunden. Sie würden uns verbinden, wenn Sie uns die betr. Verfügung nochmals zusenden wollten; auch der in Aussicht gestellte Brief wird uns willkommen sein. Dj*. M. Gießen. Die gewünschte Auskunft erhalten Sie in aller Kürze. Für die Einsendung statten wir Ihnen unseren verbindlichsten Dank ab. Den Korrekturabzug werden wir Ihnen zusenden. A. D. Kassel. Ueber den Zusammenhang der Sache werden wir Ihnen brieflich das Nähere mittheilen. Schon in dieser Nummer Ihrem Wunsche zu entsprechen, war uns nicht gut möglich. Wir bitten deshalb um Entschuldigung. 6. P. Wächtersbach. Wie Sie sehen gleich benutzt. Besten Dank und freundlichen Gruß. Nollrslnihnen spiel „Philipp der Großmüthiges von Franz Treller. ~&>-C An unsere hessischen Landsleute, insbesondere an unsere Mitbürger in Kassel! Mit der öffentlichen Aufführung des vaterländischen Volksbühnenspiels „Philipp der Groß ­ müthige" haben wir eine große und schwierige Aufgabe übernommen, zu deren glücklicher Lösung die innige Theilnahme aller derer erforderlich ist, denen die Geschichte ihres engeren Vaterlandes und eine große Vergangenheit am Herzen liegen. Es ist das erste Mal, daß wir ein Stück hessischer Geschichte über die Bühne schreiten sehen, und es dünkt uns, jedem rechten Hessen muß es Freude machen, zum Gelingen des Ganzen in seiner Weise mitzuwirken; es ist ein ernstes Volksfest, welches wir mit der Aufführung dieses Bühnenspiels zu begehen gedenken. Haben wir im Luthersestspiel unseren großen Reformator gefeiert, im Kaiserfestspiel die Kaiseridee und die großen Hohenzollernfürsten, welche die tiefe Sehnsucht des deutschen Volkes nach einem einigen Vaterlande stillten, so soll hier im Landgrasenspiel der große Heffenfürst gefeiert werden, der mit seinem ganzen Sein selbstlos eintrat für die Reformation und seine hingebende Treue an das evangelische Bekenntniß mit schwerem, hochherzig ertragenem Leid besiegelte. Für die erste Aufführung „Philipp des Großmüthigen" ist der 10. November, der Geburts ­ tag Luther's, ausersehen, ein Tag, so recht geeignet, den Reformator und seinen großen schwert- gewaltigen Mitstreiter zu feiern. An die Bewohner Kassels und des Hessenlandes, an alle Hessen ergeht hiermit der Ruf, das große und schwierige Vorhaben nach Kräften zu fördern, auf daß wir es ruhmvoll zu Ende führen. Der Ausschuß für die Aufführung: ZSarthekmes, Rentmeister. Mrede- Musikdirektor. Mrrmnemann, Buchhändler, ßtaus- Kaufmann. Aölt- Buchdruckereibesitzer. Guvelt- Baumeister. Dr. Karnier, Rechtsanwalt. Kartdegen, Banquier. Dr. Keußner- Gymnasial-Direktor. Kotitz- Akademie - Direktor. Kornemann, Stifts - Kasstrer. Kröner - Superintendent. Dr. Lohmeyer- Bibliothekar. Woltat- Mitglied des Stadtraths. Hpitz- Ober ­ regierungsrath. Hpper- Pfarrer. August A. Pfeiffer- Banquier. Iiohde- Konsistorialrath, Stellvertreter des Vorsitzenden. Dr. Saltmann- Pfarrer. Dr. Schier- Rechtsanwalt. Schmidt- Glasermeister. Schminke- Buchbindermeister, von Stamford- Major a. D., Vorsitzender des Ausschusses. Aranz Hrelter. Ultmann- Rektor. Dr. Aogt, Gymnasialdirektor. Dr. Wittich- Realgymnasial-Direktor. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zwengerin Fulda, Druck und Verlag von Friede. Scheel in Kassel»