162 |=llll7iirilTllTllTllTllTlinil7inilTllTllTllTinilTllTillllTllTIlTflTlHTlliliTinilTinnTnTnTllTllTilTliniHininiITlTilUlTl!iriiTliriiTnTnTnTnTllT]lTllT5lTllTTllTlITiniITlTiliTlTTlJTliTisnimiTllTllTllTllllllllTilTliTIIlTlTl!riri l I W TI II I I lslT g chön und Kpessarl, die kleine Henöee. 1796. Von F. Iw enger- Am 5. April 1795 hatte Preußen mit Frank ­ reich den Separatfrieden von Basel abgeschlossen. Dieser unselige Vertrag, dem nachträglich auch Hannover und Hessen-Kassel beitraten, mit seiner von Ostfriesland anfangenden, durch Westfalen, Franken, Sachsen bis nach Schlesien gehenden Demarkationslinie, gab nicht nur das linke Rheinufer den Franzosen preis, er riß auch die nördliche Hälfte Deutschlands von der südlichen los, lähmte die Thätigkeit und die Kraft Preußens auf lange Jahre hinaus und vernichtete die Ein ­ heit der Nation. Für den einen in der De ­ markationslinie einbegriffenen nördlichen Theil Deutschlands war die Neutralität ausgesprochen, der andere Theil hatte jetzt den schweren Kampf gegen die durch ihre Siege übermüthig gewordenen Franzosen allein auszustreiten. Das Jahr 1796 sollte ihn entscheiden. Oesterreichs Hauptmacht in Deutschland wurde von Erzherzog Karl be ­ fehligt. — Die Franzosen stellten ihm am Niederrhein den General Jourdan mit der Sambre- und Maasarmee, am Oberrhein den General Moreau mit der Rhein- und Mosel ­ armee entgegen, die mit dem gewohnten franzö ­ sischen Ungestüm angriffen und immer tiefer in Deutschland eindrangen. Jourdan rückte von dem Rhein nach dem Main, durch Franken nach der Oberpfalz, hier aber sollte sich sein Geschick erfüllen. Am 24. August 1796 hatte Erzherzog Karl nach seiner Vereinigung mit dem kaiserlichen General von Wartensleben, den Kommandirenden der französischen Sambre- und Maasarmee General Jourdan bei Amberg auf das Haupt geschlagen. Jourdan mußte sich zurückziehen, und sein Rückzug wurde zur Flucht durch dieselben Gauen, welche er wenige Wochen zuvor als Sieger durchzogen hatte. Ein Feind war gegen ihn aufgestanden, fürchterlicher und gefährlicher noch als die Soldaten des Erzherzogs — die Bauern, das Volk. Einst, es waren noch keine sechs Wochen her, hatte Jourdan beim Beginne des Feldzuges eine prunkhafte Proklamation erlassen, „Krieg den Palästen, Friede den Hütten" hatte wieder wie im Jahre 1792 die Parole gelautet, aber wie hatten die Franzosen ihr Wort ge ­ halten?! Es ist wahr, bei ihrem Einzuge in Franken kam ihnen vielfach unter den Einwohnern eine günstige Stimmung entgegen. Man traute den Versicherungen der Jourdan'schen Proklamation, aber nur zu bald sollten, die Vertrauensseligen eines Anderen belehrt und aus Freunden die er ­ bittertsten Feinde dieser Neufranken werden. „Die vielfältigen Siege der Armeen der französischen Republik" — so lautet die Prokla ­ mation Jourdans, des Generals on chef der französischen Sambre- und Maasarmee an die Bewohner des rechten Rheinufers vom 11. Messidor (Erntemonat) im Jahre 4 der fran ­ zösischen Republik (1796) — „das Geschrei der vom Kriege ermüdeten Völker, der nichts als Ruin und Verheerung für sie mit sich führt, die rührende Stimme der Menschheit, welche ohne Aufhören wiederholt, daß es Zeit ist, den Strömen Bluts Einhalt zu thun, die eure Felder überschwemmen; nichts kann das verhärtete Herz eurer Souveräne rühren, nichts ist im Stande, sie zu bewegen, einen Frieden zu verlangen, welcher die Ruhe und das Glück von ganz Europa bestimmen muß. Wohlan denn! da doch noch Blut vergossen werden, da man den Krieg unter ihre Augen bringen muß, um sie alle seine Schrecknisse sehen zu lassen, so werden die französischen Armeen in Deutschland ein ­ rücken. Allein täuschet euch deswegen nicht, friedsame Bewohner dieser unglücklichen Gegenden! Ihr seid es nicht, die wir zerstören wollen, wie man euch fälschlich zu bereden sucht, blos um euch gegen uns zu bewaffnen. Ihr werdet ohne Zweifel von der Anwesenheit der Armeen, so immer unvermeidliche Uebel mit sich führt, zu leiden haben, allein fürchtet nicht, daß wir an euch die Grausamkeiten und Greuel rächen, unter welchen die Bewohner unserer Grenzen erlagen, als der Kriegsschauplatz sich dahin gezogen hatte. Euer Eigenthum soll nicht verwüstet werden, ihr werdet euer Eigenthum nicht in Flammen auf-