371 esse mehr hatten u. s. w. So ist es nun geblieben bis heute, und die Verfasserin? Ja, sie theilt das Schicksal vieler anderer dem Idealen huldigenden Dichter, denn auch die neu gegründete freie Bühne in Berlin scheint dem kahlen Materialismus in die Arme sinken zu wollen. M. Sagenkranz aus Hessen-Nassau und der Wartburg-Gegend von Karl Hehler. Kassel, Verlag von Gustav Klaunig Hofbuchhandlung 1889. Wem bieten die Sagen der Heimath nicht eine der liebsten Erinnerungen für das ganze Leben? Keine Jahreszeit ist aber zur Hebung dieses Schatzes ge ­ eigneter, als der Winter mit seinen trauten Familien ­ abenden. So stellt sich auch der „Sagenkranz" von Karl Hehler als eine recht willkommene Gabe für den Weihnachtstisch heraus, für welchen er sich neben seinem zum großen Theile vortrefflichen Inhalte auch durch seine geschmackvolle Ausstattung empfiehlt. Mit kundiger Hand hat der Herausgeber die SagenunseresHessenlandes zusammengetragen. Wir finden in seinem Werke wahre Perlen von Sagen, die er den Brüdern Grimm, G. Landau, Karl Lynker, Ludwig Bechstein, Franz Dingel ­ stedt, Julius Rodenberg, Karl Schmitt, Ludwig Mohr u. s. w. entnommen hat, und wenn wir auch hier und da minderwerthigen Sagen begegnen, deren Auf ­ nahme besser unterblieben wäre, so thut das doch dem Interesse, welches das Buch bei seinen sonstigen Vorzügen gewährt, keinen Abbruch. A. Bericht der Wetterauischen Gesellschaft für die ge- sammte Naturkunde zu Hanau über den Zeitraum v. 1. IV. 87 —3!. III. 89 erstattet v. dem Direktor ders. Fr. Becker, Realschuldirektor a. D. (110 S. m. 3 lith. Taf.) Der vorliegende Bericht gibt zunächst einen Nach ­ weis Uber das Leben und die Thätigkeit der Gesell ­ schaft in den letzten 2 Jahren. Herr Dr. Eisenach gibt sodann ein ausführliches Lebensbild des am 30. Januar d. I. plötzlich verstorbenen Hanauer Arztes San.-R. Br. Friedr. Wilh. Noll. Es folgen dann sechs naturwissenschaftliche Abhandlungen, nämlich 1) S. 1 — 13 ein Verzeichniß der von E. Limpert und und R. Nöttelberg in der nächsten Umgegend von Hanau beobachteten Schmetterlinge; 2) Notizen zur Flora des Hanauer Oberlandes von Prof. Br. von Sandberger in Würzburg, 3) Beiträge zur Geologie der Umgebung von Hanau von Dr. Kinkelin zu Frankfurt. Allgemeine Themata behandeln noch die Herren Appunn in Hanau, Dr. Flach in Aschaffen ­ burg und R. Temple in Budapest. Der Abhand ­ lung des Letzteren über den Diamant ist von den Herren Fr. und Ludwig Houy ein Abriß über dei Entstehung und Ausbreitung der Diamantschleiferei in Hanau beigegeben. — tu In glänzender Ausstattung ist gegenwärtig ein Faust-Album im Verlag von Nördling in Lübeck erschienen, welches in 18 Lichtdruckblättern die be ­ deutendsten Bilder unseres hessischen Landsmannes Heinrich Faust bietet. Der begleitende Text ist von dem Direktor der Kasseler Gemäldegalerie Dr. Oskar E i s e n m a n n nnd Martin G r e i f, dem empsindungs- vollsten der jetzt lebenden deutschen Lyriker, verfaßt. Das Album eignet sich vorzüglich zu einem Weihnachts ­ geschenk. Wir werden auf das Werk noch, eingehender zurückkommen. A. Krieskasten. T. A. Hanau. Leider nicht verwendbar. Senden Sie etwas Anderes. A. A. Ziegenhain. Wir werden bemüht sein, Ihrem Wunsche nachzukommen. 8. in Naumburg, G. H. in Kassel, W. F. in Kassel, R. A. T. in Marburg, X. in Witzenhausen: Wir danken bestens und bitten Sie, für die Verbreitung des „Hessen ­ landes" auch ferner thätig zu sein. II. H. Hersfeld. Mundartliches ist immer willkommen. Einer großen Anzahl von Einsendern — ins ­ besondere von Gedichten — diene zur Nachricht, daß wir wegen Raummangels bisher nicht in der Lage waren, ihre Beiträge aufzunehmen. Wir werden die Frage in Be ­ tracht ziehen, wie dem in Zukunft abzuhelfen sei. G. M. Leipzig. Der Artikel wird in einer der nächsten Nummern zum Abdrucke gelangen. Besten Dank und freund ­ lichsten Gruß. 0. Gr. Hildesheim. Traf leider zu spät ein, um noch in dieser Nummer Aufnahme finden zu können, folgt aber in der nächsten. J. G. Fulda. Mußte nochmals zurückgestellt werden. Für die freundlichen Zeilen verbindlichsten Dank. Brieflich Näheres. (j. Th. D. Marburg. „Büchel mortuus“ wird für einen spätern Artikel benutzt. L. G. Kassel. Besten Dank für die mitgetheilten Notizen, die aber für heute wegen Raummangels nicht benutzt werden konnten. Der „Brief" kommt noch zum Abdruck. Berichtigung. In dem Gedichte „die Grabstätte der Aebtijstn Marianne von Stein" in der vorigen Nummer unserer Zeitschrift muß der letzte Vers auf der ersten Spalte (S. 352) heißen: Als ich dicht am Pfad bemerkte ein un ­ scheinbar Gräberpaar; dann auf der zweiten Spalte, Vers 4, muß es statt wie heißen „nie", und in der An ­ merkung auf Seite 353, 1. Spalte ist das Todesjahr mit 18 31 statt 1881 richtig zu stellen. Einbanddecken für den Jahrgang 1889 der Zeitschrift „Hessen- land" anzufertigen, hat Herr Buchbindermeister W. Ritter dahier, Königsthor 5, übernommen. Dieselben werden in gleicher Ausführung hergestellt werden, wie die früheren. Wir bitten, Bestellungen möglichst bald direkt an Herrn Ritter zu richten, der, sobald eine genügende Anzahl von Auftrügen eingegangen ist, sofort mit der Anfertigung be ­ ginnen wird.