304 blühte es an der benachbarten Schwester-Universität Gießen. Dort entfaltete eine ruhmvolle Wirksamkeit Ludwig Jungermann. Bis 1624 gehörte er der Gießener Hochschule an. Als in diesem Jahre unter den Drangsalen des 30jährigen Krieges Landgraf Ludwig die Universität aufhob und mit Marburg vereinigte, leistete Jungermann auf die Übersiedelung Verzicht und ging an die Universität Altdorf. Aus dem 18. Jahrhundert werden sodann die Verdienste von Johann Jakob Dillenius beleuchtet und gewürdigt. Der Schluß der Arbeit ist den Lebensschicksalen des Hessen-Darmstädtischen und Thüringischen Floristen H. B. Rupp (Verfasser der Flora Jenensis, gest. 7. März 1719) gewidmet. A. Zur Geschichte des Frankenberger Kupfer ­ werkes im Regierungsbezirk Kassel. Von Herrn G. Württenberger, Bergrath in Hannover. — Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen XXXVI. (4°. 19 S.) 1888. Unter Zugrundelegung der alten Werksrechnungen und Akten gibt uns der Verfasser eine Geschichte des alten, langjährigen Bergbaues und Hüttenbetriebes zu Frankenberg. Die silberhaltigen Kupfererze, durch welche der Name des Kreisstädtchens in der Mineralogie und Geologie so bekannt geworden ist, wurden im Jahre 1590 durch den Frankenberger Bürger Heinrich Markgraf entdeckt. Der Bergbau kam im Jahre 1818, der Hüttenbau 1820 zum Erliegen. Hätte man rechtzeitig für eine genügende Bewältigung der eindringenden Wasser gesorgt, und wäre die Art des Hüttenprozesses nicht zu unvollkommen gewesen, dann hätte nach der Ansicht der Verf. der Betrieb des Werkes zu großer Blüthe gelangen können. An neueren Versuchen, den alten Bergbau wieder ­ aufzunehmen, hat es nicht gefehlt. 1856 kaufte Berg ­ ingenieur Ferber zu Gera das Werk, teufte mehrere Schächte ab, ließ aber bald entmuthigt weitere Arbeiten liegen. 1872 nahm Hüttenbesitzer Klein den Berg ­ bau wieder auf. Zwei Jahre später ging das Werk durch Kauf in das Eigenthum einer Aktiengesellschaft zu Antwerpen, der „Compagnie beige des mines de Frankenberg“, über. Trotz des energischsten Vorgehens konnten aber aufbereitungswürdige Erze in hin ­ reichender Menge für die zu gleicher Zeit erbaute Aufbereitungsanstalt nicht beschafft werden, und so wurde der gesammte Betrieb anfangs 1879 ein ­ gestellt, und ist bis jetzt nicht wieder in Angriff genommen worden. Wer sich für die mineralogischen und technischen Fragen interessirt, wer über die Betriebsergebnisse einen Ueberblick gewinnen will, der muß die Ab ­ handlung selbst zur Hand nehmen. A. Kriefkasten. A. W. Kassel. Mit Dank angenommen. P. M. Marburg. Viel zu breit angelegt, außerdem ein verbrauchter Stoff. 8. in H. 1) Wird besorgt. 2) Ist bei dem gegen ­ wärtigen Raummangel schwer thunlich. 8. M. in Kassel und Andere. Wir bitten um Geduld! F. 8. Gersseld. Sehen gefälliger Einsendung mit Ver ­ gnügen entgegen. W. G. Gießen. Freundlichen Gruß. Lassen Sie bald etwas von sich hören. K. B. Hanau. Sie erhalten nächstens Antwort. Im Verlage von Bans Schmidt (Hoehl'sche Buchhandlung) Hersfeld, erscheint in wenigen Tagen: mit drei Ansichten in Lichtdruck herausgegeben von Vigelius, Postdirektor in Hersseld. Subscriptionspreis: brochirt M. 2,50. cart. 2,75. r Bestellungen werden schon jetzt ent ­ gegengenommen. Etwaige Unregelmäßigkeiten in der Anstellung der einzelnen Nummern des „Hcfscnlandes" bitten wir bei der Redaktion, Aordanstraße 15, oder in der Friedr. Scheel'schen Buchdruckerei Schloßplatz 4, anzumelden, damit alsbald Abhilfe erfolgen kann. Auch ersuchen wir die geehrten Abonnenten, uns von etwaigem Wohnungswechsel möglichst bald Kenntniß zu geben, damit eine Unterbrechung in der Zustellung unserer Zeitschrift vermieden wird. Verantwortlicher Redakteur und Verleger F. Zwenger in Kassel. — Druck von Friedr. Scheel in Kassel.