138 sondern sagte mit kurzem, verletzenden Lachen: „Ach laß' doch die Comödie, damit machst du eine vernünftige Frau, wie mich, nicht kirre. Gewiß, das wäre so Etwas für dich, sich erst in unsere Familie verpflanzen zu lasse« und dann gar den Sohn vom Hause zu heirathen und neben mir die Madame spielen zu wollen, aber daraus wird Nichts! Ein für alle Mal, schlag dir das aus dem Sinn!" Dora hatte sich während der Rede Hulda's erhoben und stand nun mit einer stolzen Hal ­ tung vor ihrer Quälerin. „Als ein hülfloses Kind bin ich in dieses Haus gekommen", sagte sie mit fester Stimme, „ohne daß ich einen Begriff von der Wohlthat hatte, welche mir dadurch erwiesen wurde, aber schon lange, lange, seitdem ich selbstständig zu denken vermag, habe ich die Ueberzeugung ge- Letchter Muth. Weil der Blitz vom Himmel bricht, Sollt' ich drum erzittern? Mag er mir statt Sonnenlicht Leuchten in Gewittern. Heute braust die Wetternacht Und die Stürme wüthen; Morgen schon in junger Pracht Springen tausend Blüthen. Ewig wechseln Glück und Noth, Soll mich das verdrießen? Mag der Thor lebendig-todt Sich in sich verschließen! Himmel, gieb mir Fröhlichkeit, Daß ich lustig singe; Oder auch ein neues Leid, Daß ich mit ihm ringe. Nicht ein feig- erschlichnes Glück, Kampf ist's was ich wähle; Kühn zur Sonne strebt der Blick Einer freien Seele. A. Hrabcr. Dte Sternbächer Kapelle. Gedicht in Wetterauer Mundart von Friedrich v. Trais. Ean Hesse eann ') ean a ) Franke Kahn schihner Plätzi näit, — Eann aach ean mein Gedanke Hun 3 ) nid) kahn schihnersch 4 ) kräit Wäi die Kerche eamm Sternbacher Wahld; Däi eas se verrlosse se ahld. Wonnen, daß Sie nicht Ihr eigenes Mitleid zur Pflegemutter der armen Waisen gemacht hat, sondern lediglich nur der Wille meines lieben theuren zweiten Vaters, der allein inich auch bis zu diesem Augenblicke hier gehalten hat, denn als Sie mich zu Ihrer Schwester fort ­ schaffen wollten, war er es allein, der mich an diese Schwelle fesselte. Ich wäre gegangen, ja, beim allmächtigen Gott, ich hätte dieses Haus für immer verlassen, aber nicht ohne seinen Willen, denit ihm muß ich gehorchen! Stößt er mich hinaus, dann gehe ich!" Eben wollte Frau Hulda eine recht bitterböse Erwiderung vom Stapel lassen, als die Thüre sich öffnete und ihr Gatte, statt des Telegramm's jetzt einen geöffneten Brief in der Hand hal ­ tend, eintrat. (Schluß folgt.) Die Aiche 6 ) eann die Buche, Däi baikt ff eamm Herbst dr Weand. Die oarme Leit ff, däi suche Sich Kaffiholz. Ds Keand, Does denkt: dr Sternbächer Wahld, Wäi eas e se groh ff eann se ahld! Dvach wäi's Froijohr gekomme, Wuvsi merr langk gehofft, Do gabb's jungt Laab 'ff eann Blomme, Dr Wahld, dr woar ahn Dosit. Nurts 'ff die Kerche eamm Sternbächer Wahld Bleabb stennig 'ff se groh eann se ahld. Kahn Glvack dv zoum Lüure, ") Kahn Thorn, 'ff wuvsi sc hungk! 'ff 's hott eant se bedeurc, 's sein Glücklicher 'fl genungk Eamm Wahld gewoase 'ff se weiß, Däi läure eamm Froijohr gahnz leis. „Ohm Stahn sealt 'ff bei dr Esche, „Do saß e Mennche voart, '") „Harr "ff e boarwvarisch Däsche, "ff „Ean schluußeweiße Bvart" Saht's'") Keand. Dv mahnt 2 ') die Wääs Gritt: „Doas woar dr ewig ffidd!" ff Eichen, ff beugt, ff Leute, ff grau, 'ff worauf ") Laub, j'ff nur. ") beständig. 'ff Läuten. 'ff Thurm, 'ff hing. 'ff Glöckchen, 'ff gewachsen. ’ 9 ) dort. 2u ) vor ­ hin. 2 ') hatte. 2 ff Tasche. 2 ff sagte das. 2 ff meinte. 2 ff Base. 2 ff sagt's. 2 ff wider. 2 ff Aeltermutter. 2 ff jetzt. ') und. ff in. ff habe, ff Schöneres, ff verlassen.