Das „Hcffenlan-", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, zu Anfang und Mitte jeden Monats, in dem Umfange von 172—2 Sogen Quartformat. Der Abonnementspreis beträgt gleichmäßig für hier und auswärts vierteljährlich 1 Mark 50 pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 pfg. Auswärts kann unsere Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband bezogen werden; hier in Kassel nimmt die Redaktion, Zordanstraße l5, und die Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4, Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste für das Jahr 1888 findet sich das „Hejscnland" eingetragen unter Nr. 2641. Anyatt der Nr. 6 des „Hessenlaudes": „Enttäuschung", Gedicht von Therese Kellner; „Kaiser Wilhelm f"; „Die Kirche der heiligen Elisabeth zu Marburg" von W. Bücking (Fortsetzung); „Der kleine Jakob" von v. W.; „Wie ich Soldat wurde", Kleines aus großer Zeit (Fortsetzung); „Eine Radikalkur", Erzählung von W. Bennecke (Forts.); „Schneeglöckchen", Gedicht von Carl Weber; „Sonett" von A. Trabert; „Aus alter und neuer Zeit; „AusHeimath und Fremde"; Hessische Bücherschau; Briefkasten. -£3(e mMuschung. =$<— s Kommt ein Frühlingstag im Januar, Die weißen (blocken blüh'n aus schlank und blaß, Die blanke Sonne lacht in's graue Land And auf ben Wiesen sproßt bas junge Gras. Gin Traum des Winters von öer Lenzeszeit! Sonst nichts, sonst nichts! Die ganze Welt bleibt kahl! Grüß' nicht zu hoffnungsvoll vom Fenster aus— Anruh'ges Herz, kein enges Heimatthal! Anruh'ges Herz! D lerne stille sein! Gs frommt bas Hoffen und bas Wünschen nicht! Noch lls bas alte, ob auch tausendmal Den Fittich öu dir schon versengt an: Licht! Noch immer bas heißblütige Vertraun, Noch die Umarmung auf ben ersten Blick, Anb noch öie Hoffnung auf bas große Las Anb auf ein gnädig lächelndes Geschick. Nh — warum wirb nicht mit ben Men ­ schen all, Das bunnne Herz, bas durch ein Leben spielt, Vertrauensvoll auf öie Verheißung hofft, Die keinem Träumer je ben Glauben hielt? Gs wirb nicht Klug, es will betrogen fein! Gnltäuschung kosten bis zum Dechergrunb. Gs glaubt dem Frühlingstag im Januar — Dem Freunbesworl aus eines Fremden Mund. Merese Kellner.