55 fehlshaber Herzog von Cumberland sprach über die Tapferkeit der Hessen öffentlich seine Bewunderung aus. 1758 12. Juni. Einnahme von Bremervörde. Gefecht bei Rheinberg und Kloster Kamp. 1758 23. Juni. Schlacht bei Crefeld, aus welcher der Hess. Artillerielieutenant v. Ende 2 den französischen Karabiniers abgenommene Pauken als Siegeszeichen mit zurückbrachte. In dieser Schlacht ritten 3 Hess. Kavallerie- Regimenter unter General von Urff, nach ­ dem sie die Angriffe der überlegenen französ. Reiterei wiederholt abgeschlagen, 2 französ. Kavallerie-Regimenter nieder und eroberten 3 Standarten, von denen eine Oberst von Stein mit eigner Hand nahm. 1758 23. Juli. Schlacht bei Sandershausen. Hier standen 4000 Hessen unter Prinz Casimir von Isenburg 12000 Franzosen unter Prinz v. Soubise gegenüber. Außer den Inf.-Regimentern Canitz und Men- burg, einer Abtheilung Jäger, einer Es ­ kadron Husaren u. 4 Doppelschwadronen bestand das Hess. Korps nur aus Landmiliz, nämlich den Landausnahme-Bataillonen v. Wurmb, Gundlach, Freywald und Wülkenitz, meist felddienstuntauglichen, von pensionirten Offizieren befehligten Leuten. In dem 4 Stunden langen heldenmüthigen Kampfe, der mit dem siegesstolz angetretenen Rück ­ zug der Hessen nach Münden endete, hatten die Hessen 1200 Mann verloren, darunter fast alle höheren Führer, namentlich den Obersten v. Canitz, der mit 4 Bajonett ­ stichen wie die anderen Führer an der Spitze der Abtheilungen gefallen war. Aber viel bedeutender war der Verlust der Franzosen, welche über 2000 Mann, da ­ runter 5 Generale und viele höhere Offi ­ ziere verloren hatten. Rur gänzlich zer ­ trümmerte Geschütze und nur Schwerver ­ wundete als Gefangene waren in ihre Hände gefalleil. Es konnte deshalb auch nicht ausbleiben, daß ein solcher von einer mehr als dreifachen Uebermacht errungene Sieg auf die sonst so leicht übermüthigen Fran ­ zosen einen niederschlagenden Eindruck machte, sodaß sie nur ganz scheu und von weitem dem Rückzug der Hessen nach Göttingen hin folgten, in Folge dessen diese unbehelligt Hameln erreichten, wo sie sich mit dem Obergischen Korps vereinigten und mit diesem gemeinsam alsbald wieder im An ­ griff vorgingen. 1758 5. August. Bei Meer und Rens. Die Hessen erobern 11 Geschütze. Oberst Schotten blieb. 1758 10. Oktober. Schlacht bei Lntternberge. „ 18. Oktober. Treffen bei Soest, an welchem das hessische Dragonerregiment von Miltitz mit großer Tapferkeit und günstigem Erfolge Theil nahm, indem es einen Choc aus ­ führte, und vou 2 französ. Grenadier-Kom- pagnieen viele niederhieb, die meisten aber gefangen nahm. 1759 1. März. Treffen bei Hersfeli/und Friede ­ wald zwischen Franzosen und Hessen unter General v. Urff. „ 2. März. Glückliches Treffen bei Schenk ­ lengsfeld und Vacha unter General v. Urff gegen die Franzosen. „ 1. April. Oberstlieutenant v. Schlotheim überfüllt mit 40 Hess. Husaren und einer- kleinen Abtheilung hannoverscher Jäger das österr. Regiment Savoyen in Kalten-Nord- heim, macht 8 Gefangene und erbeutet 2 Standarten. „ 2. April. Gefecht bei Schmalkalden unter Oberst-Lieutenant Freytag gegen General Arberg, der zurückgeworfen wurde. Das Bataillon Toll erobert mehrere Geschütze. „ 7. April. Beim Angriff und der Uebergabe des Schlosses Ulrichstein. Das Grenadier- Regiment that sich hierbei namentlich her ­ vor durch seine unerschütterliche Tapferkeit. „ 13. April. In der Schlacht von Bergen bewährten die Hessen den alten Ruhm. Prinz Menburg fiel an der Spitze seiner Grenadiere. General v. Urff warf mit dem Leibregiment Kavallerie und 3 Eskadrons Dragoner 4 feindliche Eskadrons über den Haufen, sprengte ein französisches Infan ­ terie-Regiment auseinander und drang in die feindliche Stellung tief ein. Die An ­ griffe der Verbündeten scheiterten an der Uebermacht der franz. und sächsischen Ar ­ mee und wegen Mangels an schwerer Ar ­ tillerie. „ 28. Juni. Erstürmung von Osnabrück. Die Hess. Jäger bedeckten sich hier mit Ruhm und eroberten unter Kapitain von Schliessen 2 Kanonen, die ihnen Herzog Ferdinand als ein Ehrenzeichen für ihre Tapferkeit schenkte. „ I. August. Schlacht bei Minden. Die Hess. Bataillone Toll, Gilsa, Hanau und Grenadier eroberten 1 Batterie von 8, nach andern Angaben 16 Kanonen, die Kavallerie-Regimenter Prinz Wilhelm und Leibdragoner, das Leibregiment Miltitz und das Bataillon Hanau eroberten jedes 1 Fahne, ein Unteroffizier vom Regiment Prüschenk erbeutete 1 Paar Pauken, die Kav.-Regimenter Miltitz und Leibregimnte