361 noch 64 Personen die Vorlesungen, so daß sich die Gesammtzahl der Zuhörer auf 926 beläuft. HbfWhhSNdlrr Gustüv Klaunig dahier hat sv rkek eilten neuen antiquarischen Katalog (Rümmer b8) erscheine» taffen, der Mich he» vorausgegangenen vor» der außerordenlichen Reichhaltigkeit des Klaunig'scheu Antiquariats Zeugniß ahltgt. Der neue Katalog führt die Vörhandeneu geschichtliche» Werke düf, «Ukr denen sich auch viele Hässiaca befinde». Schon hie Lektüre dieses Katalogs gewährt Jnitrssir. Hessische Köcherschau. Es liegen unS folgende bei I. P. Bachem iu Köln erschienene Romane und Novelle» von M. Herbert vor: »Das Kind seines Herzens", »Jagd nach dem Glück", sowie »Kinder der Zeit und andere Novellen". Der Name M. Herbert, der in der Literatur einen gute« Klang hat, ist den Lesern unseres »Hessen ­ landes" wohl bekannt, da die Dame, welche sich Unter diesem Pseudonym verbirgt, eine hochgeschätzte Mit ­ arbeiterin desselben ist, der wir anerkannt vortreffliche Beiträge verdanken. Bei dem hervorragenden Talente, daS M. Herbert besitzt, ist es kein Wunder, daß die ­ selbe jetzt schon zu unserm beliebtesten hessischen Roman ­ schriftsteller» zählt. Bei ausgezeichneter Beobachtungsgabe versteht sie es, die Charaktere scharf zu zeichne», ihre Sprache ist edel und ihre Romane entbehren nicht drama ­ tischer Lebendigkeit und des sicheren Effektes. Trotz der realistischen Färbung ihrer Darstellungswrise, «realistisch" natürlich im guten Sinne gemeint, hat sie sich einen gesunden Idealismus bewahrt und hierin liegt gerade ein besonderer Vorzug ihrer Dichtungen. Dabei ist sie ihrem engeren Vaterlande Hesse» in unwandelbarer Treue ergeben und entnimmt mit Vorliebe den Stoff und die Motive zu ihren Romanen der hessischen Geschichte und dem hessischen Leben. — Wir können die oben verzeichneten Romane unseren Leser» nur auf das Beste empfehlen. A. S. H. Lenk, Zur geologischen Kenntniß der Rhön. (412 S.) WÜrzburg, Stahel. 3 M. Die sich für die naturwiffenschaftlichen, spez. geo ­ logischen Berhäktniffr unseres RtzvngrbirgeS interessiren- dr« Leser deS »Hessenlandes" Machen wir auf das vor ­ liegende vollständig auf der Höhe der Wissenschaft stehende Werkchen aufmerksam. Wir denken nicht daran, hier eingehender über den Inhalt zü refetireN, nur das wollen wer hervorheben, daß durch deS AutprS Beobachtuime», welche in dem um die naturwiffen- schaftliche Erforschung der Rhön hochverdienten Würz ­ burger Professor Sandberger eine Mächtige Stütze finde», folgende Altersfolge der Rhöngesteine bewiesen wird: I. Aeltcre MoNoliche (Milseburg). II. Hornblendebasalt. IIL Jüngere trüchytischr Mo ­ nolithe. IV. Jüngerer Dichter hornblendefreier Basalt. Es ist dies dieselbe Astersfolge, welche schon von unserm Landsmanne Gut beriet angenommen wurde. — Im Anschluß an die Anzeige des Lenk'schen Werkes mag hier ein Aufsatz des bekannten Eishöhlen-Forschers B. Schwalbe (Berlin) Erwähnung finden über «die EiSgrube gm Umpfen in der Rhhn" im DcreMbrrhrft des laufenden Jahrganges der Mit ­ theilungen dtr Sektion für Höhlenkunde deS östrrr. TonristrnelUbS (Wir», tS87 S. 48). Der Umpfen trägt an seinem NordbbhNng riNe grdste Geröllhalde von Basaltstücken, der FUß derselben ist von Wald umgeben. Wen« auch nach Norde« gervaUdt, ist der GeröllakchäUg doch btü SvUnenstrahleU ziemlich aus ­ gesetzt. Am Fuße dieses AbhaÜges finde» sich meh ­ rere Stellen, än denen im Geröll kalte Luft (Schw. beobachtetr in den heiße» Jnlitagrn d. I. -s- 2,4°) und Eis bis weit in de« Sommer hinein andauert. Dir ganze Lokalität erinnert den gen. Forscher an die EiSgrube an der Dornburg im Westerwald. A. Werneburg, über dieGrenzbeschreibuugenin einigen thüringischen Urkunde» nebst Bemerkungen zu diesen Urkunde« (78 S.) Diil einet Grrnzenkärte. — N. F. XV. Heft der Jahrbücher der Königl. Akademie gemeinnütziger Wiffrnschasteu zü Erfurt 1887. Auch dieses Heft (S. Heffrnland Nr. 7, S. 92) enthält Beiträge zur Geschichte unserer berühmtesten heimathlichen Klöster, F u l d a unb H e r s f e l d, nämlich die Grenzdeschreibung in der Urkunde König Heiurichs H. vom 17. Mai 1016, die Schenkung eines Wildbannes an das Klöster HerSfeld betreffend (die Urkunde fiddet sich abgedruckt in Wenck's Hess. Gesch. Ill, Urk. 48) und die Grenzbeschreibung in der Urkunde Heinrichs II. vom 30. December 1012, betreffend den an das Kloster Fulda verliehenen Wildbann in der Mark Lupniz (Dronke, cod»i dijJlbm. Fulda. Pag. 314). Neben dem lateinischen Texte der beiden Urkunden, soweit derselbe Anlaß lü Erklärungen uyd Erläuterungen giebt, finden sich diese selbst. Es sind die Ergebnisse der größtentheils an Ort und Stelle vom Berf. vorgenommenen Untersuchungen. Schon früher sind verschiedene Versuche gemacht worbe», diese Grenz- beschreibungcn, namentlich die schwierige (schwierig wohl wesentlich «lit deshalb, weil wahrscheinlich ver ­ schiede»» OrtSbcNcnNvugt» i» entstellter Form gegeben sind) das Kloster Fulda btiteffeiid, zu erklären. AiS verfehlt weist Berf. zurück die Versuche Wersebe'S