Klurrni's Kendtrng (74-1 ». i!hr.) Pir Sturmi 744 die Stätte tut Gründ»»- Lxtda's gesucht. „Ich will im Buchenland ein Kloster gründe», „Du aber, Sturmi, sollst die Stätte wählen; „Der Herr geleitet Dich, Du wirst sic finden. „Wo noch die Male Wodans Ruhm erzählen, „Soll dann erblühn des Christenglaubens Rose „Und deutscher Kraft die Milde sich vermählen." Der Mann aus Kirtou spricht dies Wort, der große, Dort, wo die Donnereiche steht so mächtig, Daß Odins Sturmgewölk den Wipfel kose. lind Sturmi nimmt sein hartes Brod bedächtig, Auch sein Brevier, um reisend drin zu beten. Und jubelt bald: „Wie grünt der Wald so prächtig!" Auf engen Pfaden, nur vom Wild betreten, Trügt ihn sein Gramhier, jenem Füllen gleich, Drauf Jesus zog zur Stätte der Propheten. Und immer tiefer in des Waldes Reich Schritt Sturmi's Thier, als gäb' es kein Ermüden, Umwogt vom West, wie Frühlings Kuß so weich. Und immer süßer wird der Duft der Blüten Und immer kühler lädt der Quell zum Trinken, Das Moos wird weicher, sanfte Rast zu bieten. Dort prangen Beeren, die zum Kosten winken: O pflück' uns, Freund, daß wir das Brot Dir würzen Und lausche froh dem hellen Schlag der Finken. Und, Sturmi, horch, wie, Dir den Weg zu kürzen. Hier auch die Drossel singt, von deren Flügeln Des Thaues Perlen in den Schooß Dir stürzen. Da kann der Mönch die Lust nicht länger zügeln, Er selbst muß singen, seinen Gott zn loben. Wie noch kein Reiter sang in Eisenbügeln: „Die Himmel rühmen Dich, den Herrn da droben; „Der Tag erzählt dem Tag des Schöpfers Werke, „Rächt sagt zur Rächt: O sieh der Allmacht Proben! „Du bist, mein Gott, nur Du, die Kruft, die Stärke, „Du schufst den Mond mit eines Wortes Schallen, „Du lehrst den Stern, daß seinen Platz er merke. „Der Sonne bautest Du die goldnen Halle», „Die wie ein Bräut'gam schreitet aus den Pforten, „DenPfad, den Du ihr zeigst, als Held zn wallen." So sang der Mönch und zu des Liedes Worten Klingt jeder Baum, es klingt aus jedem Strauche, Juni Lauscher ist das scheue Reh geworden. Es blickt zum Mönch empor mit klugem Auge, Als wollt' es sagen: Gottesmann, willkommen! Dir bist es nicht, den ich zu fürchten brauche. - - Ein Thal ging auf. Fm Sonnenglanze glommen Die Wellen der Fuldaha silberhell. Als käm' ein Meer von Sternen miigeschwomiuen. Und Sturmi spricht zum Grauthier: „Steh' Gesell! „Hier laß uns Hütten bau'», darin zu wohnen: „Gott selber war's, der uns geführt znr Stell'. „Wie wird mir's Winfrieds Lob,dem Finder, lohnen! „Hier wird das Kreuz er richten den Germanen, „Und hast Du, Herr mein Gott,noch Märtyrkronen— „Herr, wie Du willst; wir tragen Deine Fahnen; „Herr, wie Du willst; wir sind des Kreuzes Streiter, „Doch Lieb' und Gnade sind Dein erstes Mahnen „lind sind die Sprossen Deiner Himmelsleiter." (f vaiH-vt. Tafelrunde. Inder .Kaiserpfalzzu Aachen entstand ein großes Dürsten, AlsKönigKarolnsdort tagte mitvielenHerr'n nndFürsren „Herr Mundschenk! den größten Becher! unb Rüdes hcimer alten! Der Wein zersprengt die Fässer, ihr Herren, ihr braucht nicht Maß zu halten!" Da nahm den Pokal Llivier, der wunderkühne Degen, Er trank ihn aus zur Neige und lächelte verlegen: „Weit lieber wollt' ich kämpfen mit hnnderttansen Heiden, Als hier in der Pfalz zu Aachen so übergroßen Durst zn leiden!" Nun winkteDurpin derBischof, daß man den Becher bringe. „Mein Durst wird immer größer, je mehr ich Rüdes- heimer verschlinge. Ich denke dabei an die Meersluth, die ohne Ende bvanbct Und wie wir einst bei Joppe, vor Durst verschmachtet, sind gelandet!" Roland, den He!dvonEisen,1rünkzweimalinvolleuZügen. „Es ist ein Ding, das mir leid ist, das andere kann mä)t genügen: Daß mir ein Mund zum Trinken und Küssen ist gewachsen Und daß üb zwei Arme nur habe im Kamps und Ringen mit den Sachsen!" Es schien durch das Bogenfenster voll Mittagsglnt die Sonne, Da spro ch der große König: „ich blicke ans euch mit Wonne! Solange Deutschlands Helden an Durst und Muth euch gleichen, Müssen alle Feinde zitternd von unsern Marken weichen!" Oüuftixxt tutjtvopp.