237 an diesem Ueberfnlle gehabt zu haben, auch der ­ selbe mit Arrest belegt wurde, sv Hütte Se. Majestät der König von Dänemark persönlich eine Unter ­ suchungs-Kommission darüber sehr ernstlich an ­ geordnet, indessen hat man nichts mit Zuverlässikeit auf obigen Offizier bringen können." Der General ­ major und Chef des oldenburgischen Regiments von Münnich führte die Untersuchung. Auch hatte der kvmmandircnde Oberst von Lasson auf Laaland eine ansehnliche Belohnung auf die Entdeckung des Thäters ausgesetzt. 22. Karl Reinhard Hille, geb. den 12. Dezember 1776 zu Marburg, wurde von Superintendent Seipp getauft. Taufpathe war der jüngste Bruder seiner Mutter, Karl Reinhard Günste. Er wurde ebenfalls Soldat und machte den Feldzug Napoleon's nach Rußland in einem westfälischen Regimente als Hauptmann mit. Auf dem unglückseligen Rückzüge von Moskau wurde er beim Ueberschreiten der Beresina ver ­ wundet. Unterstützt von seinem Freunde, dem späteren Oberst Franz von Rauschenplatt, schleppte er sich mit demselben bis nach Wilna, woselbst beide in russische Gefangenschaft geriethen. Sie wurden in ein Kloster gebracht, worin sie, nach ­ dem sie ganz ausgeplündert waren, das härteste Elend ausstehen mußten. Bon 36 Offizieren, welche in einem Zimmer untergebracht waren, lebten nach fünf Wochen nur noch vier, wovon von Rauschplatt einer war. Die Uebrigen waren durch Krankheit, durch Wunden und durch Mangel jeglicher Pflege elendiglich zu Grunde gegangen. Am Abend vor seinem Tode, am 14. Januar 1813, sagte er mit voller Besinnung zu seinem Leidensgenossen, wen» er durchkommen solle, möge er sein letztes Lebewohl seinen Eltern nach Mar ­ burg überbringen. Dieser traurigen Pflicht konnte Folge gegeben werden. 23. Maria Elisabetha Christiana Hille, zu Marburg den 4. Juli 1779 geboren, wurde ebenfalls von Superintendent Seipp getauft. Pathen waren Frau Maria Elisabeth, des Stifts ­ vogts Günste zu Wetter nachgelassenen Wittwe, geb. Claudi, und Frau Christiana, des Ober- schultheiß Hille nachgelassenen Wittwe, geb. Heynau. Sie vermählte sich am 6. September 1803 mit Ernst Wilhelm Kaup, Kapitän im Regiment Kurfürst, welcher am 27. Dezember 1839 als Major und Festungskommandant in Kassel starb. Ihrer Ehe entsprossen vier Kinder: a. Helene,Kaup, geb. den 2. April 1805, gestorben den 6. Mai 1871; vermählte sich mit dem Professor der Rechtswissenschaften und späteren Staatsrath Bickell. 6. Karl Kaup, geb. den 5. November 1806, gestorben den 22. Februar 1885; Oberappellations- rath zu Kassel, später zu Marburg lebend, war zweimal verheirathet, in erster Ehe mit Natalie Frank aus Rostock, in zweiter Ehe mit Koustauze von Specht. o. Maria Kaup, geb. den 26. November 1811, gestorben den 20. August 1883, war ver ­ mählt nlit dem Gutsbesitzer von Biedenfeld zu Hattenbach. ck. Wilhelm Kaup, geb. den 19. März 1819, starb als Oberstlieutenannt am 30. April 1879; vermählt mit Maria Frank aus Rostock. 24—28 siehe unten. 29. Helene Karoline Maria Rosine Hille, geb. 1802 zu Wien, gestorben den 9. September 1832 zu Bessungen. 30. Maria Helene Hille, geb. den 20. Juli 1803 zu Wien, starb den 22. Mürz 1834 ebenfalls zu Bessungen. 31. Karl Hille, 1805 zu Wien geboren, studierte in Göttingen die Rechtswissenschaften, erwarb zu Marburg den Doktorgrad, begab sich 1828 nach Bonn, habilitirte sich dortselbst als Privatdozent, starb jedoch schon 1831. 24. Karl Jakob Wilhelm Hille, geb. den 9. November 1781 zu Marburg, getauft beu 21. desselben Monats von Superintendent Seipp. Pathe waren Karl Hendorf, gewesener Major beim Regiment von Ditfurth, Jakob Claudi, exspektivirter Amtsschultheiß zu Willingshausen, und Landjägermeister Wilhelnt von Buttlar. Er studierte die Rechtswissenschaften, war unter der französischen Fremdherrschaft bis 1812 Prüfektur- rath, Notarius bis 1822, dann bis zu seinem am 4. Oktober 1834 erfolgten Tode Kreisrath. Sämmtliche Aemter bekleidete er in Marburg. Am 9. August 1807 vermählte er sich mit Luise Ernestina Dorothea Christiana Strack, Tochter des Amtmanns Gottfried Justus Strack zu Großen-Busseck und der Eleonore Maria Friederika Follenius. Er hatte zehn Kinder (f. 32-41). 25. Friedrich Wilhelm Hille, geb. den 9. Dezember 1783 zu Marburg, ebenfalls von Superintendent Seipp getauft, Pathe war Land ­ rath Friedrich Wilhelm von Baumbach. Er widmete sich der Jurispndenz, wurde nach Ab ­ legung seiner juristischen Examina in der west ­ fälischen Zeit zum Friedensrichter in Mar ­ burg ernannt, machte als Korpsauditeur und Regimentsquartiermeister im kurfürstlichen Leib ­ dragonerregiment 1814 den Feldzug gegen Frank ­ reich mit, lag vor Luxemburg und Metz und schilderte in einem noch vorhandenen Tagebuch