28 Am 9. Januar fand in der Villa der Land- gräfin Anna tum Hessen, Prinzessin von Preußen, zu Frankfurt a. M. die Taufe des zu Ende November vorigen Jahres geborenen ersten Sohnes des am 25. Januar 1893 mit der Prinzessin M argarethevonPreuße n, der jüngsten Schwester des deutschen Kaisers und Königs von Preußen Wilhelm's 1i., vermählten Prinzen Friedrich Karl v o n Hessen-Kassel statt. Der junge Prinz wurde von seiner Großmutter, der Kaiserin Friedrich, liber die Taufe, gehoben. Näherer Bericht über die Tallffeier folgt in der nächsten Nummer. Der Groß her zog Ernst Ludwig vo n Hes sen u n d b e i R h e i n hat sich am 9. Januar gu Koburg mit der Prinzessin Viktoria, der zweiten Tochter des Herzogs Alfred voll Sachsen-Koburg und Gotha, königlichen Prinzen voll Großbritannien llild Irland, Herzogs von Edinburg re., verlobt. Der Großherzog von Hessen ist am 25. November 1868 zu Darmstadt geboren lind gelangte am 13. Mürz 1892 nach dem Tode seines Vaters, des Großherzogs Ludwig IV. voll Hessen-Darmstadt, zur Regierung; die Prinzessin Viktoria ist am 25. November 1876 aus Malta geboren. Am Donnerstag, den 11. Januar, Abends gegen .10 Uhr verschied im noch nicht vollendeten 68. Lebensjahre der hochwürdigste B i s ch o s der D i ö z e s e Fulda Di-. Joseph Weyland. Ein Schlag ­ fluß, der ihn am 29. Dezember v. I. getroffen, hatte ihn aus das Krankenlager geworfen, von dem er sich nicht mehr erheben sollte. Nur sechs Jahre hat der am 4. November 1887 znm Bischof gewählte, am 25. November desselben Jahres vom Papste Leo XIII. bestätigte und am 25. Januar 1888 in der Domkirche zu Fulda konsekrirte hochwürdigste Herr dem Bisthum Fulda vorgestanden, aber auch in den wenigen Jahren, in denen er den Hirten ­ stab geführt, hat er eine segensreiche Thätigkeit entfaltet. Nach allen Seiten hin hat er das Beispiel treuer Pflichterfüllullg gegeben; in ihm verliert die Diözese Fulda einen milden, gerechten Oberhirten. Geboren wurde Joseph Weyland am 13. März 1826 zu Hadamar im Herzogthum Nassau. Er besuchte das Pädagogium seiner Vaterstadt und das Gylnnasiunl zu Weilburg, widmete sich hierauf von 1844 —1847 an der Universität Gießen dem Studium der Theologie und wurde daselbst bei dem Abschluß seiner Stlldien zum Doctor theologiae promovirt. Am 6. September 1848 empfing er in Limburg die Priesterweihe. Als Kaplan war er namentlich in Frankfurt a. M. unter dem Stadt- pfarrer Beda Weber thätig. Gegen Ende des Jahres 1861 wurde er zum Stadtpsarrer von Wiesbaden ernannt, in welcher Stellung er bis zu seiner Berufung zum Bischof von Fulda verblieb. In Wiesbaden hat er eine ausgezeichnete seelsorgerische Wirksamkeit entfaltet; er war in allen Kreisen der Gesellschaft eine hochangesehene Persönlichkeit, und sein Andenken wird daselbst allzeit ein gesegnetes bleiben. - Am Dienstag, den 16. Januar, findet die feierliche Beisetzung der irdischen Ueberreste des hochwürdigsten Bischofs Dr. Joseph Weyland, des fünften Kirchensürsten der Diözese Fulda seit der Wiedererrichtung derselben vor nunmehr 65 Jahren, in der Domkirche statt. Die priesterlichen Funktionen bei der Beerdigung wird wahrscheinlich der Bischof von Paderborn Dr. Simar vornehmen, die Trauerrede wird der Bischof von Mainz Dr. Haffner halten. — Nähere Mittheilungen behalten wir uns für die nächste Nummer unserer Zeitschrift vor. Briefkasten. H. v. E. — Kassel. Mit Dank angenommen. Der Zusendung des in Aussicht gestellten Munuskriptes sehen wir mit Vergnügen entgegen. L. Gr. — Kassel. Besten Dank für Zusendung. Sie erhalten in den nächsten Tagen brieflich Antwort. I. L. — Kassel. Mußte für eine spätere Nummer zurückgestellt werden. Freundlichsten Gruß. L. M. — Eschwege. Leider verlegt, daher die Ver ­ zögerung, die wir zu entschuldigen bitten. Besten Gruß. Gr. Th. D. — Marburg. Gleich zum Satze befördert; wird demnächst erscheinen. Abzug zur gefälligen Durch ­ sicht wird Ihnen zugehen. Frühere Zusendung in Vor ­ bereitung. Verbindlichsten Dank und freundlichsten Gruß. W. Sp. — Cottbus. Entschuldigen Sie gütigst die Verzögerung. Freundlichsten Gruß. GL R. — Ducherow. Die Zusendung s. Z. richtig empfangen. Entscheidung über die Aufnahme bleibt vorbehalten. Prof. 0. B. — Lemberg. Wir nehmen Ihr freundliches Anerbieten mit Dank an. Inhalt des Jan u arHeftes, Nr. 7, der „Touristischen Mittheilungen ans Hessen-Nassau und Waldeck", heraus ­ gegeben von Dr. phil. Fritz Seelig in Kassel: Der Scharfenstein in Niederhessen. — Zum 1. Januar 1894. — Der Taunusklub in Frankfurt a. M. — Eine Feldberg ­ besteigung in alter Zeit. — Berichte. — Ausführliche Besprechungen und Kritiken. — Anzeigen. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zwenger in Fulda, Druck und Verlag von Friedr. Scheel in Kassel.