16 stellt gegen 603 im Sommersemester. Von den Studirenden widmen sich: der Theologie 71, der Rechtswissenschaft 105, der Medizin 96, der Thier ­ heilkunde 4, der Zahnheilkunde 4, der Kameral- wissenschast 41, der Forstwissenschaft 6, der Mathe ­ matik 19, der Philologie: der klassischen 28, der neueren 36, der Philosophie: den Naturwissen ­ schaften 17, der Geschichte 6, der Pharmazie 26, der Chemie 36. Davon besitzen das Reifezeugniß eines Gymnasiums 368, das Reifezeugniß eines Realgymnasiums 93, das Neisezeugniß für das betr. Fach 44, nach dem Ermessen des Rektors wurden immatrikulirt 12. — Nach der Staats ­ angehörigkeit vertheilen sich die Studirenden auf folgende Länder: Hessen 386 (Gießen 80), Preußen 91, Bayern 14, Sachsen 5, Württem ­ berg 2, Baden 2, Oldenburg 1, Sachsen-Weimar 3, Sachsen-Gotha 1, Sachsen-Meiningen 1, Braun ­ schweig 2, Schwarzburg-Sondershausen 1, Elsaß- Lothringen 1, Oesterreich 1, Rußland 1, England 2, Schweiz 1, Holland 1, Nordamerika 1. 16. Dezember 1881 war es ihm vergönnt, still 2 5 jähriges Jubiläum als Oberbürgermeister, seinem bescheidenen Wunsche entsprechend, in engem Freulldeskreise zu feiern, ltnb wenige Jahre daraus, 1884, trat er in den Ruhestand. Zu Anfang der sechziger Jahre war er verfassungstreuer Abgeordneter der kurhessischen Ständekammer, und nach der Annexion gehörte er eine Reihe von Jahren dem hessischen Kommunallandtag als Mit ­ glied an. Von Sr. Majestät dem deutschen Kaiser war ihm der rothe Adlerorden III. Klasse verliehen worden, und die Stadt Marburg hatte ihn in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger ernannt. Trotz der Fülle seiner Jahre besaß er bis zuletzt den liebenswürdigsten Humor; er er ­ freute sich stets einer ungeschwächten Gesundheit, bis ihn die tückische Influenza aus das Kranken ­ lager warf und seinen Tod herbeiführte. In ihm hat die Stadt Marburg einen ihrer besten Bürger verloren; sein Andenken wird allzeit ein ge ­ segnetes bleiben. — Todesfälle. Am 13. Dezember verschied nach kurzem schweren Krankenlager zu Marburg im Alter von 77 Jahren der Oberbürgermeister a. D. Georg August Rudolph. Große Verdienste hat sich der Verblichene um das Emporblühen der Stadt Marburg während seiner langjährigen Dienst ­ zeit als Oberbürgermeister erworben; in hoher Achtung stand er bei seinen Mitbürgern, und allgemeiner Beliebtheit erfreute er sich weit über die Grenzen seines Heimathlandes hinaus. Geboren war er 1816 zu Kassel. Er entstammte einer hochangesehenen Familie, aus der bekanntlich sehr tüchtige höhere Baubeamte hervorgegangen sind. Sein Vater, Jakob Rudolph, war Stadtbaumeister in Kassel. August Rudolph wählte, nachdem er das Gymnasium seiner Vaterstadt zu Ostern 1838 absolvirt hatte, die Rechtswissenschaft zu seinem Studium. In Marburg und Heidelberg war er ein sehr angesehener Student; in Marburg Corps ­ bursche der Teutonia und Stifter drs Corps Guestsalia, in Heidelberg Corpsbursche der Nassovia. Nach bestandenem Fakultäts- und Staatsexamen trat er 1843 als Praktikant bei dem Landgerichte zu Kassel in den juristischen Vorbereitungsdienst. 1853 wurde er zum Assessor bei dem Justizamte in Rodenberg ernannt und im darauf folgenden Jahre in gleicher Eigenschaft an das Jnstizamt II zu Marburg versetzt. 1856 wurde er zum Ober ­ bürgermeister der Stadt Marburg erwählt. Am Am 22. Dezember starb zu Fulda im Alter von 80 Jahren der Superintendent a. D. August Rollmann. — Am 23. Dezember starb zu Marburg im 71. Lebensjahre der Superintendent Karl August Dettmering. — Am 25. Dezember verschied zu Köln im Alter von 50 Jahren nach kurzem Krankenlager in Folge von Influenza der Erste Staatsanwalt Ferdinand von Winckler, früher Staatsanwalt zu Roten ­ burg an der Fulda und zu Düsseldorf. — (Die Nekrologe folgen in späterer Nummer). Einbanddecken für den Jahrgang 1893 der Zeitschrift „Hrffentand" liefert die Buchbinderei von With. Witter- Kassel, Königsthor 5, in gleicher Ausstattung wie die früheren Jahrgänge in olivengrüner und rehbrauner Leinwand mit Gold- und Schwarzprägung zu dem Preise von 1 Mark das Stück (nach Aus ­ wärts franko gegen Einsendung von 1 Mark 20 Pf. in Briefmarken). Vollständiger Einband in Decke mit rothem Schnitt ä 2 Mark (nach Aus ­ wärts mit Portoaufschlag). Bestellungen mit Angabe, ob grün oder braun (auch für frühere Jahr ­ gänge), wolle man baldmöglichst direkt an den Genannten oder an die Expedition und Verlag, Buch- druckerei von Friedr. Scheel, hier, gelangen lassen. F F L r ib r lu. ir L (F k Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zwenger in Fulda, Druck und Verlag von Friedr. Scheel in Kassel.