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X 324. Schneucker, Hans (Hen), zu Weißenborn, get. 9. 3. 1578,
25. 10. 1599 mit
325. Weizel, Elsa zu Weißenborn, get. 12. 2. 1581.
X 648. Schnucker Echneucker), Henchen, zu Weißenborn 1573 ff 1586,
ovor 1573 mit
849. N., Greta, F nach 1585.
650. Weizel (Weitzell), Kumpel, zu Weißenborn, 7F an der Pest,
begr. 18. 7. 1613, * 14. 2. 1577 mit —
651. Rhudel, Eila, aus Röllshausen, F Weißenborn 21. 7. 1613
an der Pest.
X 1296. Schnucker, Curt, aus Weißenborn, lebte 1573 zu Bernsburg,
F vor 1584, v mit
1297. N. Konne, anscheinend aus Bernsburg, Fenach 1573.
1302. Rhudel, Henchen, zu Röllshausen, F vor 1577.
Sämtliche vorkommende Familien sind Bauernfamilien. Stammort
der Zimmer scheint nicht Ottrau zu sein. Der Name kommt auch in
anderen Orten der Gegend vor, so 1582 und noch im 18. Jahrhundert
in Grebenhagen (im Gericht Neuenstein), 1650 auch in Machtlos (im
von Dörnbergischen Gerichte Breitenbach), 1600 in Gersdorf im Anit
Niederaula. Vielleicht könnte auch folgender Eintrag im Kirchenbuch
von Oberaula einen Hinweis auf die Herkunft der für die Grimm in
Betracht kommenden Familie Zimmer geben:
„Zimmer Hanß desmalß jegen Weissenborn komende sampt seinem
Weibe Eylen auß dem Ostereicher Lande haben lassen zue Weissen⸗
horn teuffen einen jungen Sohn, hatt gehaben Grethen Hans Sohn
Johannes ein Knecht von Schorpach, actum am Sonnabett ante
I6. dominicam post Trinitatis anno 1576.“
Die Franck kommen im 16. Jahrhundert in Wahlshausen, im
17. Jahrhundert in Friedigerode (beide in nächster Nähe von Oberaula)
vor. Ein 4 Jahre älierer Bruder der Margaretha Zimmer geb. Franck,
Johann Conrad Franck, hat wohl die Veranlassung gegeben, daß
2 Söhne seiner Schwester vom Dorfe in die Haupistadt Kassel gekommen
sind. Davon starb der am 7. 1.1716 geborene Johann Conrad Zimmer,
das Patenkind seines Oheims, 1757 als Leibreitknecht des Landgrafen
in Kassel (begr. Hofgemeinde 22. 3. 1757), der andere war Johann
Hermann Zimmer, der Großvater der Brüder Grimm. Johann
Conrad Franck selbst, * in Immichenhain am 3. 2. get. am 4. 2. 1687,
konf. Ostern 1700, war bis 1704 Schüler des Gymnasiums zu Hersfeld,
wurde am 14. 5. 1704 in Marburg immatrikuliert, war 1713 Diaconus
zu St. Goar, wurde am 14. 11. 1714 ad interim zum Hofprediger nach
Kassel berufen, war dann von Januar 1718 ab 2 Jahre 2. Prediger
der Unterneustädter Gemeinde zu Kassel, wurde aber im Mai 1720 wegen
Vergehens contra sexum abgesetzt, bekleidete dann in Diensten des Grafen
Alexander v. Dönhoff von 1721 -1731 die Predigerstelle zu Beinuhnen
bei Insterburg, war von 1731 -51738 Pfarrer in Pillau, endlich von
1738 bis zu seinem am 7. 4. 1740 eingetretenen Tod in Memel.
Die Rommershäuser Schnell gehören wohl zu der aus Lauterbach
stammenden Familie des Namens, von der ein Zweig seit 1601 in
Treysaansässig war. von dem lsich dann 1703 wieder ein Sproß nach