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Vücherschau
Beiträge zur hessischen Volts- und Landeskunde. Heft 1. Alte bäuer
liche Weißstickercien von Karl Nu m p f. Marburg. N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung
1937. 60 S. 40 Tafeln und 18 Abbildungen. Preis satt. NM. 1.87.
Oer unseren Lesern durch viele Aufsätze zur hessischen Volkskunde wohlbekannte Verfasser
gibt hier an Hand zahlreicher, vorzüglicher Abbildungen euren Ueberblick über die hessische Weiß
stickerei vom 15. Jahrhundert bis auf unsere Zeit. OaS Büchlein ist so recht geeignet, uns einen
Begriff von dem Reichtum und der Schönheit dieser Volkskunst zu geben. Es kann bestens
empfohlen werden, zumal der Preis im Verhältnis zu der reichen Ausstattung sehr niedrig ge
nannt werden kann. Fr. Uhlhorn.
Zeitschrift des Freiburger Geschichtsvereins. 46. Band. 1935. Jos. Wai-
bel, Verlagsbuchhandlung. Freiburg i. Br. 160 0.
Der reichhaltige, Heinrich Fincke, dem Ehrenvorsitzenden des Vereins, zu seinem 80. Geburts
tage gewidmete Band enthält folgende Aufsätze: P. P. Albert, Ein Stadtbild von Burkheim
am Kaiserstuhl und Rhein aus der Schwendischen Zeit (1560—1609). H. Baker, Zur Frei
burger Erzbischofswahl von 1868. E. Krebs, Albert der Große in Freiburg. H. Mäher, Zur
Geschichte des Rektorates an der Universität Freiburg. W. Michael, Karl von Lothringen und
die Einnahme Freiburgs durch die Franzosen im Jahre 1677. I. Sauer, Unbekannte Kunstwerke
aus demKloster St. Trudpert. Fr. Schaub, Der Bauernkrieg um Freiburg 1525. D. Sie
bert, Freiburger Auswanderer in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. M. Weber, Die
Rodungen und Besitzungen Tennenbachs auf der Baar (I. Teil).
„Der V r o ck h a u s A t l a s". Die Welt in Bild und Karte. Verlag F. A. Brock
haus, Leipzig Preis: Ganzleinen RM. 20.—, Halbleder RM. 24.— (Sonderausgabe als
Atlasband des „Neuen Brockhaus" für die Bezieher dieses Wertes bis zur Aufhebung des er
mäßigten Vorbcstellpreiscs in Ganzleinen NM. 18.—, in Halbleder NM. 22.—).
Merkmale des „Brockhaus Atlas": Karten und Bilder stehen nebeneinander: so erst sieht man,
wie es in einem Land aussieht. LetzteAnlchaulichkeit! .Inhaltlicher Reichtum: 670 bunte Karten,
840 prächtige Abbildungen aus aller Welt, dazu ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und ein
Namenverzeichnis mit vielen Zehntausenden von Nachweisen. Viele Karten der Hauptreisegebiete
in großem Maßstab (durchschnittlich 1:250 000), die für Neisevorbereitungen und für WaiOer-
pläne benutzt werden können. Zahlreiche Sonderdarstellungen zur Erdgeschichte und zum Erd
ausbau, aus Wirtschaft, Tier- und Pflanzenwelt, über Bodenschätze, Rassenverbreitung, Verkehrs
wesen u. v. a. An die Karten der Erd-, Länder- und Völkerkunde schließt sich ein vollständiger
Geschichtsatlas (einschließlich Vorgeschichte). Auch den Geschichts- und Vorgeschichtskarten sind
eindrucksvolle Bildtafeln beigegeben. Lerrkon-Format, daher mühelose Unterbringung in jedem
Bücherschrank, auf jedem Bücherbord. Hervorragender Kartendruck, bester Bilderdcuck auf Kunst
druckpapier, scharfe Wiedergabe!
Land hinter der Landkarte. Wie war es doch einst, da wir die erste Landkarte zu Gesicht be
kamen: grün die Ebene, blau die Flußlinien, braun die Bergrücken, rot oder schwarz die Namen,
Namen, Nanien. Und die hatten wir auswendig zu lernen. Wollten wir aber mehr wissen über
die grünen Ebenen, die blauen Flußlinien, die braunen Bergrücken, die roten und schwarzen
Namen, dann war guter Rat teuer. Wer besaß wohl all die Bücher, die dazu notwendig gewesen
wären? Nicht einmal unsere Schulbibliothek konnte dan.it aufwarten. Der Verlag F. A. Brockhaus
in Leipzig bringt einen einzigen Bibliotheksband heraus: „Der Brockhaus AUas' genannt. Und
schon der Untertitel dieses Werkes schlägt den Vorhaiig auseinander, der den Blick frei gibt. Die
Welt in Bild und Karte. Es war ein guter Einfall, ein solches Buch zu machen, mit dem man
sozusagen stündlich und unabhängig von Ferien oder Devisenstellen seine Weltreise antreten kann.
Es ist ein Werk, wie es mit der Sauberkeit des Druckes, mit der klaren Uebersicht der Haupt
reisegebiete (Maßstab 1:250 000), mit den 670 Erdkunde-, Geschichts- und Sonderkarten, mit den
erläuternden 840 Bildern und mit seinem umfassenden Namenverzeichnis halt nur ein deutscher
Verlag herausbringen kann. Es bedeutet schon etwas, wenn Bild und Wort so ausgewählt und
abgewogen erscheinen, daß sie nichts Zufälliges zur Darstellung bringen, vielmehr ein Gültiges,
ein Beispielhaftes. Wenn als Sinnbilder der Bayerischen Ostmark nur drei Ausschnitte gewählt
sind, nämlich das Doaautal bei Donaustauf mit der Walhalla, dem „Nuhmestempel des deutschen
Volkes", ferner der Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz bei Passau und endlich die wilde