49
zügtich wichtig. Sie betrifft nicht alle vier, sondern nur
eine Straße, gerade jedoch in erkenntlichem Zusammenhang
mit der bedeutendsten darunter, welche aber hier Eriks»
gata, Erichsstraße heißt; Erik weicht eben so leise von
Zrmin ab, wie Jring oder Jrung. Nach uralter Sitte
mußte jeder neue König in Schweden auf dieser Haupt
straße sein Reich bereisen und öffentlich allem Volk die
vier Frieden für Kirche, Haus, Weib und Recht
schwören; darauf schwuren ihm ihrerseits die Untertha
nen. Am Gebrauch hastete der Name fest; Nachrichten,
Spuren, Trümmer der Straße selbst find langst vergan
gen. Ihre und andere Gelehrte 74) wenden vergebene
Muhe auf, wenn fie den Ursprung dieses Namens Ln ei
nem spateren Herrscher Erich oder gar aus Zeitwörtern
zu leiten suchen. Ich zweifle, ob deutsche Dolkssagen na
mentlich etwas von einer Erichsstraße wissen, denn Mu
saus, der in seinen Volksmärchen einmahl die Redens
art: „Rübezahl zog seine Erichsstraße fort" gebraucht,
möchte fie eher aus einem Buch gelesen haben. Bey wei
tem wichtiger find altere Spuren aus dem Norden selbst.
Das schöne eddische Lied von Rigr dem Wanderer,
bekannt unter dem .Namen Rigsmal, gehört vermuthlich
74) Loccenius in antiqq. suev. Goth« Lib, 9, cap. I. p 45'
„vetus hujus regni consuetudo erat, ut rex inauguratus
circuiret regnum, quod Eriksgüta stva ryda dies-
baut, quasi Srariksgatl, brmoratsm viam ( ! ) Quidam
pari ratione dictam
Ericum bunc morej
sed de bis rrihii in
iacius Viif 139,