Volltext: Oekonomisches Handbuch für Frauenzimmer (Erster Band, Zweyte Abtheilung, 1817)

Getraͤnke. 
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genommen. Soll es warme Limonade seyn, so 
kann aus einem Theekessel oder einer Theemaschine 
statt kaltem Wasser so viel heißes genommen wer— 
den, daß sie gerade zum Trinken recht ist. 
Punsch mit Wein. 
Zu einer Maaß (2 Bouteillen) Wein reibt 
mau 6 bis 8 Zitronen leicht am Zucker ab, druͤckt 
den Saft aus, preßt ihn durch ein reines leine⸗ 
nes Tuͤchlein, nimmt ihn zu dem abgeriebenen 
Zitronenzucker, macht nun den Wein siedend, 
Fießt ihn an den Zitronensaft nebst Zucker, thut 
einen starken halben Schoppen (den vierten Theil 
einer Champagnerbouteille) Arak(oder im Ermang⸗ 
lungsfall aͤchten Kirschengeist) und soviel Zucker 
dazu, bis er suͤß genug ist. — Dieß ist die neueste 
Art, Punsch zu machen. Seine groͤßere oder ge⸗ 
ringere Guͤte haͤngt von der Guͤte des Weins ab; 
von Rheinwein und Champagner wird er am 
besten, auch von neuem gutem (Wuͤrtemberger) 
Wein wird er sehr gut und angenehm. 
— Soll er fuͤr Frauenzimmer weniger stark 
gemacht werden, so kann man halb Wein und 
halb Thee nehmen. 
Gluͤhwein. 
Vier ganze Eyer und von andern das Gel—⸗ 
be verruͤhrt man in einer Kachel oder Kastrol, 
gießt nach und nach eine Bouteille (2 Schoppen) 
Rhein- oder andern guten Wein daran, und 
däbt es durch ein Haarsieb, damit die Keime 
der Eyer zuruͤck bleiben, nun setzt man ihn, nebst 
72 Loth Zucker und 1 Quint Zimmet auf das 
Feuer, und schlaͤgt ihn ununterbrochen mit dem 
Schlagbesen, bis er in einem dicken Schaum in
	        
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