Objekt: Oekonomisches Handbuch für Frauenzimmer (Erster Band, Zweyte Abtheilung, 1817)

Zulagen auf Gemuͤsse. 869 
nebst gehackter Petersilie darein, streut etwas Mebl 
daruͤber, daͤmpft es ein wenig, gießt einen halben 
Schoͤpfloͤfel voll Fleischbruͤße daran, laͤßt es 
kurz einkochen, nimmt es dann von den Feuer 
weg, ruͤhrt 3 Eygelb darunter, richtet es auf ein 
flaches Geschirr an, breitet es schoͤn gleich aus⸗ 
einander, und laͤßt es erkalten. Nun werden 
3 Eyer mit einem Eßloͤffel voll Semmelmehl, 
etwas Salz und Pfeffer verruͤhrt, von der er— 
kalteten Masse kleine Stuͤcke geschnitten, dar⸗ 
in umgekehrt, und in heißem Schmalz gelb 
gebacken. Sie koͤnnen zu jedem Gemuͤße gege⸗ 
ben, auch Kalbsfuͤße koͤnnen auf die nehmliche 
Art zubereitet werden. 
Ralbskopf im Ofen zu braten. 
Wenn dieser von einander gehauen und eine 
Stunde im Wasser ausgewaͤssert worden ist, wird 
das Hirn im Salzwasser in einem Kaͤchelein gesotten, 
die Zunge herausgeschnitten und zum Rindfleisch 
gelegt um mitzusieden, oder auch besonders zuge—⸗ 
fetzt, der Kopf mit Pfeffer, Ingwer, Salz 
wohl eingerieben, auf eine breite Platte gelegt, 
damit behde Stuͤcke nebeneinander liegen, oben 
mit geriebenem Brod oder Semmel (Milchbrod) 
stark uͤberstreut, mit Stuͤckchen Butter belegt, 
rin so eben mit Butter bestrichener Bogen Pa⸗ 
pier daruͤber gebreitet, und in den Backofen 
gestellt. — Wenn indessen eine Zunge weich ge⸗ 
sotten ist, wird sie in 4 laͤnglichten Stuͤcke ge⸗ 
schnitten, mit Salz und Ingwer bestreut, und 
auf dem Rost ein wenig abgebraten. Sobald 
nun der Kopf fertig ist, legt man ihn auf eine 
Platte, die Hirnschalen in abgebrochenen Stuͤ⸗ 
cken nebenhin, und das zuvor abgehaͤutelte Hirn 
koͤfflerin Kochbuch. II. 24
	        
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