Volltext: Bemerkungen und Vorschläge für Brannteweinbrenner // Ueber die Veredlung des gemeinen Kornbrannteweins zu Weinbranntewein, Rumm und Arrack

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Wasser nie durch Ausstellen an die Luft, / und 
durch atmosphaͤrische Luft üͤberhaupt verdor⸗ 
ben und zur Gaͤhrung ungeschickt gemacht 
werden koͤnne. Daß gewaͤsserte Wiesen nicht 
darum besseres Gras liefern, als ungewaͤs— 
serte, weil sie dem Wasser etwas von seinen 
specifischen Theilen und Kraͤften rauben; *) 
son⸗ 
1) Das Wasser ist nebst der Luft, die Seele der 
Vegetation. Wie? das weiß ich nicht. Waͤs— 
sert man die Wiesen zu rechter Zeit und ohne 
es zu uͤbertreiben, so tragen diese herrliches 
Gras. Uebertreibt man, die Waͤsserung, so 
geben sie viel, aber starkes, grobes und schlech⸗ 
tes Futter. Dies alles bewirkt das Wasser, 
als Wasser, ohne daß ihm etwas speci⸗ 
fisches — das ist, ein wesentlicher Bestand— 
theil — entzogen wuͤrde, wodurch es zum 
Brannteweinbrennen ungeschickter gemacht wird. 
So ein Entziehen von etwas Specifischem; — 
denn dies setzte ja Zerlegung außerhalb der 
Pflanze voraus, und dann hoͤrete das Wasser 
auf Wasser zu seyn; — so etwas bemerken 
wir nicht. Das Waͤssern der Wiesen hilft nun 
entweder, weil es den Boden bis in die Tiefe 
anfeuchtet, lockerer, zum Eindringen der Luft 
ge⸗
	        
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