Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1792, [1])

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Bekanntmachung von verschiedenen Sach en— 
16. 
Stüch. 
20) Außer allen Sorten Garten⸗ und Futter⸗-Kraͤuter-Gesaͤme, ist nun auch bey dem Kausmann 
Habich hinter dem Raththause neben dem Baͤcermeisser Haurgud wohnhaft, frischer Amerika⸗ 
ischer Leinseamen zu haben, der, wie befannt, einen vorzuͤgsich schoͤnen langen Flachs lie⸗ 
fert, wesfals ich das Zruzn ß mehrerer Land⸗Oelonomen vor mir hade, die im abgewichenen 
Jahr von mir gekauft. 
) Mentag den 10ten April sollen albler in der hohen Thorstraße in der Großischen Erben Behau⸗ 
sang Nachmittags um 2 Uhre, otrschiedene Hausgeraͤthe an Zinn, Kupfer, Messing, Eisen, 
Spiegel, Schraͤnke, Vetispannen und dergleichen, auch Kleidungen und getn.m deszlechen 
zwey große Doppelhacken und zwey gezogene Buͤchsen, sotann verschledenes Hutmacherwerk⸗ 
Feug, worunter auch ein lupferner Faͤrbekefsel und Waltekessel, nebst einigen Huͤten und einem 
Rest Wolle, gegen baare Bezahlung auf das Meistgedot verkauft werden. Cassel, den IIten 
April 1792. jJ J 
22) —* in Monat May gewoͤhnliche einsallende Pancratii Pferdemarkt, soll in diesem Jahr den 
75 May auf alhiesigem Forst abgehalten werden. Es wird solches dahero dem Publico wit der 
Rachricht hierdurch bekant gemacht, daß sowohl Kaufer als Verkaufer nicht nur von allem Zoll 
befreyet sind, sondern sich auch die Zeit uͤber, der freyen Hude auf ersagten Zorst bedtenen 
konne. Cassel den 12. April 1792. M Woeiff. 
23) Bey dem Kaufmann Braͤuning an der Hollaͤndischenstraße Ecke, ist außer den stets fuͤhren⸗ 
den Specerey⸗ Farb⸗ und Fett-Waaren, dermahlen auch frischer Brabander Kleesaamen, und 
in Zeit von 8 bis 10 Tagen besten Rigatschen Leinsaamen, in den billigsten Preisen zu haben. 
249 Der Ertrag des am vorigen gruͤnen Donnerstage in der evarg. lutherischen Kirchẽ, durch Hr. 
Kellner gegebenen Pafsslonsoratorii zum Besten der Armen dieser Stadt von allen 3 Konfessio⸗ 
nen, war 64 Rthlr. 21 Ggr. Nach Abzug der Unkoften mit 4 Rtbir. 9 Ggr. und einer Steuer 
fuͤr einige besonders duͤrftige mit 4 Rthlr. 12 Egr. blieben 56 Rthlr. zur Vertheilung uͤbrig. 
Nach einhelliger Uebereinlunft des Kirchenvorsteheramts wurden davon I mit 32 Rthlr. 16 Ggr. 
an Sr. Hochwuͤrden den Herrn Superintendenten Vilmar zur Vertheilung under dle Atmen der 
reformirten Gemeinen, I mit 4 Rthlr. 16 Ggr. an den Hrn. Canonicus Sturm Hochehrwuͤr⸗ 
den zur Vertheilung unter die Atmen der Katholischen Gemeine abgegeben, und die uͤbrigen 
mit 718 Rtolr. 10 Ggr. nach vorhergeganzener Bekanntmachung von der Kanzel unter die Urmen 
der latherischen Gemelne in Beyseyn der Herrn Vorsteher und Prediger oͤffentlich in der Kirche 
am Joten dieses vertheilt. 
25) Vey denen Kaufleuten Grebe und Mogk vor der Fulda Bruͤcke, sind außer denen schon bekann⸗ 
ten Garten⸗ und Blumen⸗Saͤmereyen auch wieder frischer Spanischer rorhbluͤhender Klee, Run⸗ 
kel, oder Dick-Wurzel, wie auch mebrere Futter-Kraͤuter, sowohl in einzelnen Pfunden als 
CEentnerweise zu haben. — 9r 
26) In der Elifabetherstraße Nr. 233. sind 3 Schlebefenster zu verkaufen, welche noch in richt 
gntem Stande sind. 
27) Bey dem Kaufmann Struben auf dem Markt ist feiln Gemaltes anch verguldet, saͤchsisch 
Porzellain, sowohl an ganzen Kaffee-Servisen, als einzelne Stuͤcke, auch Urken, Vasen und 
Figuren; desgleichen etch und 40 Sorten Gold⸗Bunt⸗ und gelaͤrbtes Papier fuͤr Buchbinder ꝛtc. 
Ries⸗ nud Buchweise, im Fabrikpreis zu haben. 
3) Der Maler und Vergulder, Pierre Jule vielzeuf, wohnhaft in der obersten Druselgasse, bey 
bem Bier⸗ und Brandteweinschenken Umbach, macht hierdarch dekannt, daß er nicht altein alle 
Arten von Zimmer⸗ und Tapeten-Malereyen, sowol in Wasser als Oedl, nach dem neuesten 
Geschmack, sondern auch Glanze und matte Verguldungen, aller Arten; wie nicht wentger, 
Wagen⸗ Zimmer⸗ und Meubel⸗Lackirungen, wie auch Firnisirungen, mit dem sehr beliebten 
weißen Lack, dessen Weiße sich micht verliert, sondern ohnveraͤndert erhaͤit, verfertiget, und 
zwar in sehr billi gen Preisen. Vittet also um geneigten Zuspruch. 
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