Volltext: Rede auf Wilhelm Grimm und Rede über das Alter

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zahl davon zusammen und wir versäumten keine gele- 
genheit sie zu vermehren. was irgend neues bei ihm 
einlief brachte er gern herüber und zeigte es, selbst bü- 
cher in sprachen die uns unbekannt waren, aus denen 
er zuweilen vorlas und seinen spasz daran hatte dasz 
kein mensch die dinge verstand. er las gern vor, nicht 
lange ‚sachen ihrer schönheit wegen, sondern allerlei 
überraschendes was niemand erwartete. er sprach flie- 
szend französisch, und als die japanesischen gesandten 
bei ihrer anwesenheit ihm einen besuch machten, redete 
er sie holländisch an. am schönsten und ergreifendsten 
klangen seine worte wenn er an geburtstagen im eignen 
hause oder bei freunden, oder bei ähnlichen gelegen- 
heiten einen toast ausbrachte, immer kam etwas uner- 
wartetes, freude und oft rührung erregendes zum vor- 
schein, das den accent reiner herzlichkeit trug. 
Mein vater bedurfte der ruhe zu seinen arbeiten, 
eine unterbrechung störte ihn, alles hatte bei ihm seine 
zeit, wie er auch nicht gern plötzliche entschlüsze faszte. 
Jacob, der wenn er eine reise vor hatte oft erst den 
tag vorher darauf kam, der alle seine bücher gleich so 
niederschrieb wie sie gedruckt wurden ohne concept und 
umänderungen, war meistentheils sofort bereit sich un- 
terbrechen zu lassen. zwischen der arbeit über irgend 
etwas rasch auskunft zu geben, eine neuigkeit zu hören, 
oder von fremden sich über deren arbeiten erzählen zu 
lassen und dann gleich tief in die dinge einzugehn, war 
ihm eine angenehme auffrischung. in der letzten zeit ge- 
nügten diese zufälligen störungen nicht. meine mutter 
und schwester lockten ihn planmäszig von zeit zu zeit 
von seinem schreibtische fort, denn er würde, hätte man 
ihn gewähren lassen, den langen tag durchgeschrieben 
haben, und wenn es manchmal dennoch geschah dasz er 
zuviel that, so zeigten sich dann doch die gebrechen 
des alters. vielleicht dasz er. noch einige jahre länger 
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