Full text: Leitfaden für den Religions-Unterricht in der israelitischen Schule

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Greise, wenn sie auch nicht gelehrt sein sollten, 
müssen wir ehren und hochschätzen, denn sie sind von 
der Gnade Gottes gewürdigt, mit einem so langen 
Leben beglückt zu sein, und sie hatten während 
dieser Zeit besonders vielfache Gelegenheit, die Wunder- 
thaten Gottes einzusehen, wodurch sie uns Belehrung 
und Veranlassung zur Verehrung und Verherrlichung 
der Allmacht bieten können. 
§ 14. Worauf gründen sich die Pflichten gegen den 
Landesfürsten? 
Die Pflichten gegen den Landesfürsten gründen 
sich zunächst auf die religiöse Erkenntnis, daß die Regenten 
von Gott eingesetzt, um Recht und Gerechtigkeit unter 
den Menschen zu pflegen und zu erhalten, wie unsere 
Weisen lehren: NrUQpü PU3 NrVDPö 
(Talmiid Berachot fol. 58 a). 
„Die irdische Regierung ist ein Abglanz der himmlischen". 
§ 15. Welche Pflichten haben wir gegen den Landes 
fürsten? 
Wir sind verpflichtet, Treue und Anhänglichkeit 
dem König zu erweisen, Gehorsam ihm entgegen zu 
bringen, Achtung und Ehrerbietung ihm zu zollen, 
für ihn zu beten und beim Ansichtigwerden des Königs 
die folgende Benediktion zu sprechen: PPiN '•p-Q 
□"n Ptap i'tqsö tn:r nPTyn itPü irriPN 'n 
„Gelobt seiest Du Ewiger, König der Welt, der gegeben 
hat von seiner Herrlichkeit einem Sterblichen". „Fürchte, 
mein Sohn, Gott und den König, und lasse dich nicht
	        
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