Volltext: Leitfaden für den Religions-Unterricht in der israelitischen Schule

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Gesetz, alles Uebrige ist Commentar dazu, gehe und 
lerne" (Talmud Sabbath, Fol. 31, b). 
§ 3. Wer ist unser Nächster? 
Jeder Mensch ohne Unterschied des Volkes, des 
Glaubens und Standes, jedem müssen wir unsere Hilfe 
angedeihen lassen, selbst unserem Feinde. 
„Haben wir nicht alle Einen Vater, hat uns nicht 
alle Ein Gott geschaffen, warum sollten wir treulos 
sein Einer gegen den Andern und entweihen den Bund 
unserer Väter" (Proph. Maleachi 2). 
„Wenn du begegnest dem Ochsen deines Feindes, 
oder seinem Esel, der herumirrt, so führe ihm den 
selben zurück. — Wenn du siehest den Esel deines 
Hassers liegend unter seiner Last, und du wolltest es 
unterlassen, sie ihm zu erleichtern, erleichtern mußt du 
ihm helfen" (2. B. M. 23, 4—5). „Wenn deinen 
Feinde hungert, gib ihm Speise und wenn ihn durstet, 
reiche ihm Trank" (Spr. Sal. 25). 
§ 4. Wie lassen sich die Pflichten gegen den Neben 
menschen einteilen? 
In Pflichten gegen seine Person und solche 
bezüglich seines Vermögens. 
§ 5. Welche Pflichten haben wir gegen die Person 
unseres Nebenmenschen? 
Die Pflichten gegen die Person unseres Neben 
menschen sind: 
1) Zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesund 
heit nach Kräften beizutragen, bei drohender 
Gefahr, bei Unglücksfüllen oder Krankheiten ihm 
Beistand und Hilfe zu leisten. 
Rabbiner Bambcrger, Rcligionsbuch. 4
	        

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