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7) Es wird hiedurch jederman bekandt gemacht, daß jemand alhier in vkelerleylWissenschaften Information
geben will, als erstlich, aus Wein, Obst und Bier Eßig zumachen, ja sogar wann der Wern und das
Bier allschon solté abfällig seyn. 2tens den Tractat von dem warhaften Franckfurter Bier, ztens Lichter,
welche so weiß gleich denen Wachs.Lichtern und nicht einen Tropfen ablausten, wie auch auf eine andere
Art, so den Geruch im brennen von sich geben, als wie Wachs-Lichter und wie der Abfall zur Eeyffezu
vcrnützcn seye. 4tens Spanische Seyffe. 5kens auf allerley Art Honigkuchen. 6lens den ganzen Tractat
von i>er DeilMlatur des Brandeweins samt allen Roslbl» und Hauers. 7tens ein Pulver oder Fleck - Kugel,
wormit alle Flecken, sowohl in gold- und silbernTressen, Serven, Scharlaken und Tüchern ausgemacht
werden können. 8tcnswvhlrüchende Seyffe, Pomate, Echocolatc undTabackrc ^tensaste moderichte und-
milbiqte Waaren zu reparimi, und wie man solche vor der gleichen Fallen zu conferviren hat, in Summa
alles was ein ganzer Handelsmann und Lonäitor zu wissen nöthig habe, und so weiter, beym Verleger
dieses, findet man weitern Bescheid.
8) Eine Agraffe von Brillanten und 7. grossen Perlen, nebst einem paar Ohrbuckeln mit Brillanten und
8 grossen Perlen, sollen Donnerstag den 2ten Octobns öffentlich au den Meinftbietenden verkaufft wer«
den; Wer nun darauf zu bieten gesonnen, kan sich alsdann Nachmittags um 2 Uhr auf hiesigem Stadt«
geeicht vor der Commission ein sin den, sein Gebot thun und darauf Kaufs gewärtigen.
9) Nachdem in dem disjährigen Calender das im Octobr. nach dem Fritzlarischen Marckt seyende Gudens«
berger Herbstmarckt vergessen worden, als wird hiermit bekandt gemacht, daß solches Mittwochen den
29ten Octobr. gehalten werden soll. Gudensberg den I9ten §extemdr. 1755.
Bürgermeister und Rach daselbsten.
10) Wann jemand gesonnen wäre recht guten Mildunger Brunnen zu trincken, so kan dergleichen eine
Partie frischgcfülter und wohl verpichter Bonteillen gegen billigen Preiß überlassen werden, und giebt
der Verleger hiervon weitere Nachricht.
n) Bey der Frau Hagin gegen der Lutherischen Kirche über, wohnhaft, sind in billigen Preisen zu haben,
Cammcrtuchcne mit Spitzen Grund gewürckte Frauen- und MannsíManchttten, dito Halßtücher,
geblümt und glattes Cammertuch, Batist, gewürckte Spitzen, wie auch guter Rl'grscher Flachs.
r2) Herr Martin auf dem Graben, hat kürtzlich eine Parthey rvlhe und weisst französische Weine bekom
men. und seynd solche zu haben, bey Oxhoff. Ohme und Eoutdllcn weiß, ncmlich Champagne Wein,
Bourgogne vom besten Spanischen Wein ausblallaga, vin deCinelle, weissen und rothen blulcaten Wein,
kieardon, vom besten kontac, auch vom besten rvlhen Wein die Bouteiile 7Albus und eine gute8ol'te
Z Bonteillen vor I Rthlr. allerhand 8orten weisst Frantzweine, dieBouteille 7 Albus 6 Alb. und 5 Alb.
4Hlr. vom besten Broveneer Baumöhl, allerhand 8orken Ungarisch Wasser und rentable Sirop Ca*
piliair, vom besten Lavendel-Wasser, wie auch vom besten Grünspahn I Pfund 24Alb.
13) Bey dem Weinhändler und Gasthalter zur Stadt Sttalsund Herrn Geng, ist frisch angekommen und
zu haben, der Schrepfferische Hanpt- und Lebens-Balsam, nebst dem Bericht, wie solcher zu gebrau
chen, das Gläßgen k 6 Albus.
14) Es hat der Kleiderhändler Wasmuth auf dem Graben ein Feldbette mit dem Vorhang zu verlassen.
15 Bey dem Kauffmann Herrn Peltzcr in der obersten Gasse, ist zu haben, feiner Riegischer Flachs,
i 9 Pfund vor I Rthlr. extra feiner dito k 6 Pf. vor I Rthlr.
16) Ein wohl eonditionirtes Spinnet mit einem Fußgestell, desgleichen ein mit guten Schlossen wohl
verwahrter eiserner Kasten stehet zu verkauffen.
17) Es hat jemand einige ioo. Stück Hyazintenzwiebeln, das ioO.ki6Ggr. zu verlassen.
,8) Eine einzele Person ist gesonnen, vor Logis, der Jugend Information zu geben in latein- oder franzö
sischer Sprache.
19) Ein wohl conditionirteS Clavier Mit 5 Octaven, stehet zu wfaufjett. Der Verleger giebt davon
Nachricht.
vn. Ge-