Full text: Kinder- und Hausmärchen

20 
«Ja/ antwortete er, 'aber zeigt einmal eure Pfoten her? Da 
streckten sie die Krallen aus. 'Ei/ sagte er, 'was habt ihr lange 
Nägel! wartet, die muß ich euch erst abschneiden? Damit packte 
er sie beim Kragen, hob sie auf die Schnitzbank, und schraubte 
ihnen die Pfoten fest- <Euch habe ich auf die Finger gesehen/ 
sprach er, 'da vergeht mir die Lust zum Kartenspiel/ schlug 
sie todt, und warf sie hinaus ins Wasser. Als er aber die zwei 
zur Ruhe gebracht hatte, und sich wieder zu seinem Feuer setzen 
wollte, da kamen aus allen Ecken und Enden schwarze Katzen und 
schwarze Hunde an glühenden Ketten, immer mehr und mehr, daß 
er sich nicht mehr bergen konnte: die schrien gräulich, traten ihm 
auf sein Feuer, zerrten es auseinander, und wollten es ausmachen. 
Das sah er ein Weilchen ruhig mit an, als es ihm aber zu arg 
ward, faßte er sein Schnitzmesser, 'du Gesindel, fort mit dir/ rief 
er, und hieb hinein. Ein großer Theil sprang weg, die andern 
schlug er todt, und warf sie hinaus in den Teich. Als er wieder 
gekommen war, blies er aus den Funken sein Feuer frisch an, und 
wärmte sich. Und als er so saß, wollten ihm die Augen nicht 
länger offen bleiben, und er bekam Lust zu schlafen. Da blickte 
er um sich, und sah in der Ecke ein großes Bett, gieng und legte 
sich hinein. Als er aber die Augen eben zuthun wollte, so fieng 
das Bett von selbst an zu fahren, und fuhr im ganzen Schloß 
hemm. 'Recht so/sprach er,'nur besser zu? Da fieng das Bett 
an ZU fahren, als wären sechs Pferde vorgespannt, über Schwellen 
und Treppen auf und ab: auf einmal, hopp hopp! warf es um, das 
unterste zu oberst, daß es wie ein Berg auf ihm lag. Aber er schleu-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.