Full text: Kinder- und Hausmärchen

gehts lustig hopsasa, vivallälera!' ^ Willst du mir wohl Unterricht 
geben?' sprach der Bar, ^o Geigen, das möcht ich auch verstehen, 
damit ich tanzen könnte wann ich Lust hätte.' *Bon Herzen gern,' 
sagte das Schneiderlein, *wenn dus lernen willst; aber weis ein 
mal deine Tatzen her, die sind gewaltig lang, ich muß dir erst 
die Nägel ein wenig abschneiden.' Da ward ein Schraubstock her 
bei geholt, und der Bär legte seine Tatzen daraus, das Schneider 
lein aber schraubte sie fest, und sprach *nun warte bis ich mit der 
Schcere komme,' ließ den Bär brummen so viel er wollte, legte 
sich in die Ecke auf ein Bund Stroh, und schlief ein. 
Die Prinzessin, als sie am Abend den Bären so gewaltig 
brummen hörte, glaubte nicht anders, als er brummte vor Freu 
den, und mit dem Schneider wärs jetzt vorbei. Am Morgen 
stand sie ganz unbesorgt und vergnügt auf, wie sie aber nach dem 
Stall guckt, so steht das Schneiderlein ganz munter davor, und 
ist gesund wie ein Fisch im Wasser. Da konnte sie nun kein Wort 
mehr dagegen sagen, weil sies öffentlich versprochen hatte, und 
der König ließ einen Wagen kommen, darin mußte sie mit dem 
Schneiderlein zur Kirche fahren, und sollten sie da vermählt werden. 
Wie sie eingestiegen waren, giengen die beiden andern Schneider, 
die ein falsches Herz hatten, und ihm sein Glück nicht gönnten, in den 
Stall, und schraubten den Bären los; der war nun voller Wuth, und 
rannte hinter dem Wagen her. Die Prinzessin hörte ihn schnauben 
und brummen, und ward ihr angst: da sagte sie *ach, der Bär ist 
hinter uns, und will dich holen.' Das Schneiderlein war bei der 
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