Full text: Kinder- und Hausmärchen

272 
43. 
Vom klugen Schneiderlcin. 
(§s war einmal eine Prinzessin gewaltig stolz: kam ein Freier, 
so gab sie ihm etwas zu rathen auf, und wenn ers nicht errathen 
konnte, so ward er mit Spott fortgeschickt. Sie ließ auch bekannt 
machen, wcrö erriethe, sollte sich mit ihr vermählen, und mochte 
kommen wer da wollte. Endlich fanden sich auch drei Schneider 
zusammen, davon meinten die zwei ältesten sie hätten so manchen 
seinen Stich gethan, und hättens getroffen, da konnts ihnen 
nicht fehlen, sie müßtens auch hier treffen: der dritte war ein 
kleiner unnützer Springinsfeld, der nicht einmal sein Handwerk 
verstand, aber meinte er müßte sein Glück versuchen. Da sprachen 
die zwei andern zu ihm 'bleib nur zu Haus, du wirst mit deinem 
bischen Verstand auch nicht weit kommen.' Das Schneiderlein 
ließ sich aber nicht irre machen, und sagte cs hätte einmal seinen 
Kopf daraus gesetzt, und wollte sich schon helfen, und gicng dahin, 
als wäre die ganze Welt sein. 
Da meldeten sich alle drei bei der Prinzessin, und sagten sie 
sollte ihnen ihr Räthsel vorlegen: es wären die rechten Leute an-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.