Full text: Kinder- und Hausmärchen

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22. 
Fitchers Vogel. 
Es war cinmal ein Hexenmeister, der nahm die Gestalt eines ar- 
men Mannes an, gieng vor die Häuser und bettelte, und fieng die 
schönen Mädchen. Kein Mensch wußte wo er sie hinbrachte, denn 
sie kamen nimmer mehr wieder zum Vorschein. Nun trat er auch 
einmal vor die Thüre eines Mannes, der drei schöne Töchter hatte, 
erschien als ein armer schwacher Bettler, und trug eine Kotze auf 
dem Rücken, als wollte er milde Gaben darin sammeln. Er bat 
um ein bischen Essen, und als die älteste herauskam, und ihm 
ein Stück Brot reichen wollte, rührte er sie nur an, und alsbald 
mußte sie in seine Kötze springen. Dann eilte er mit starken Schrit 
ten fort, und durch einen finstern Wald in sein Haus, wo alles 
prächtig war. Da gab er ihr, was sie nur wünschte, und sprach 
*es wird dir Wohlgefallen bei mir, denn du hast alles, was dein 
Herz begehrt? Das dauerte ein paar Tage, da sagte er *ich muß 
fortreisen und dich eine kurze Zeit allein lassen, da sind die Haus 
schlüssel, du kannst überall umhergehen, und alles sehen, nur nicht 
in eine Stube, die dieser kleine Schlüssel ausschließt, das verbiet 
ich dir bei Lebensstrase? Auch gab er ihr ein Ei, und sprach 'das
	        

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