Full text: Chronik der Familie Roselius

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Wechläuchtier- or. Grossmächtigster König, Gnädigster 
Herr ..... illerzu Ewr. Könirl. Majestät und deroselben 
Königlich Gemahlin und Fräwlein, in Göttlicher Obacht, gu 
allerseythese glücklichem rumess, Ffernerer heylsamer Zxpediti1or 
und aller seligen prosperiter hertzinnig Empfehlende. 
Datum Cöllen im Exilio den 24. Juli11, Anno 1632, 
Ewr. Königl. Mayst. Underthänigster Diener Christophorus 
Andreae, R. Anno 1614 zu Giessen geordinirter Pastor auff 
Iumekeppel im Pergischen Lande” 
Dass Chr. R. gein Jerk Gustav Adolf widmet, ist 
nächt verwunderlich, denn der Schwedenkönig stand damals auf 
der Höhe seines Ruhms. Der "Löwe aus Mitternacht", wie mean ihn 
nannte, hatte den Protestantiemus gerettet,und die Dankbarkeit 
aller evangelischen Stände gegen ihn war ohne Grenzen. Da hat 
denn auch Chr.R.s , der noch} kurz zuvor den Griff der papistischen 
Liga am eigenen Leibe zu spüren bekommen hatte, sein bescheidenes 
Scherflein zur Verehrung des Helden beitragen wollen. Ob das 
Buch jemals in die Hände Gustav Adolfs gelangt 1st, dürfte mehr 
als fraglich sein, demn keine vier Monate danach hauchte er auf 
dem Schlachtfelde von Lütfzen sein Leben auß« 
Das Buch fusst auf einer alten Prophezeiung eines 
gewissen Albertus von Westen, welche Luthers Freund Johann Bugen=- 
hagen (von Luther scherzweise Dr. Pomeranus genannt) Am Jahre 
1532 zufällig in elner alten Lübecker Eibel gefunden hatte, 
Diese "Prophezie / de de Hochgelehrte Doctor Pome=- 
ranus, Pfarrherr tho Wittenberg mit sick van Lübeck gebracht / 80 
he in einer olden Bibek gefunden hefft / des Dingesdazges na Can- 
tate im vöfftein hundersten ond twee ond drüttigsten Jahre” lautet: 
Als men telt dusent dree hundert / und twee und twintich / 
iss tho Erfurt prophetiret worden durch einen ehrboren. Mann/ 
nit Nahmen A3äbertus A Westen: Wen men tellen wert sössteln« 
hundert und acht und twintich / wert sick erheven ein groi 
mechtig Dinck in düssen Landen / det wert Krafft und Gewalt 
von sich sülvest over alle Dinck hebven / und wert so starck 
sin / dat jat neue Gewalt lmiden mag / den he is / und wert 
ver alle Gewalt sin / und welckere ehme mit Gewalt wil 
gegen handeln / der sehe sick vor / he wert Gewalt liden.
	        

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