Full text: Chronik der Familie Roselius

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der Tat die Posregsion der Pfarre, jedoch wurde die Erbauung des 
Pfarrhofs sowie die iülinzufügung der Eiukünfte der Frühmesse abge 
lehnt. 
Vor der endgültigen Übernahme musste er gedoch noch 
einen Verpflichtungsschein unterschreiben, in welchen er feierlich 
verspricht, dem kurfürstlichen Hause allezeit ergeben zu sein, die 
Pfarre ohne Erlaubnis des vabdesfürsten nicht zu verlassen, das 
Yor%t Gottes christlich zu lehren und dem ihn anvertrauten Volk mit 
gutem Beispiel voranzugehen. Er versichert darin ferner, sich mit 
den Zinsen und der Nutzniessung der Pfarrgüter begnügen zu wollen, 
las Pfarrgeld getreulich zu verwalten, keine Pension und ähnliche 
Belastungen zu verteilen oder für sich in Anspruch zu nehaen und für 
den Fall, dass sein Lebenswandel zur Absetzung nütige, aufk alle ihm 
dann zustehenden geistlichen und weltlichen Rechte Verzicht zu 
leisten. = 
Diese von ihm unterschriebene Obligation trägt 
dar-elbe Datum vom 2. September 1552 und lautet in der Urschrift: 
"Ich Thoman R£sel Priester bekhenn mi% dieser meyner handt—- 
schrifft / das ich hiermit gelobt und geschworen dem durch- 
leuchtigisten hochgebornen fursten und hern hern Friderichen 
Pfaltzgrafen bey Rein Nertzogen in Beyern des heyligen 
Romischen Reychs Ertzdruchsers und Chürfurst etc. Meynem 
Gnedigisten herren / durch sein Churfurstlichen GCnaden ich zu 
der Possession der Pfarh Hanbach kommen / und mir von dem 
ürd1igen und Ersanen hern Jaocoben Pöllenreutter Pfarhn zu Schlüecht 
geliehen worden / seinem Churf. Gnaden derselben Erben getreu, 
und holdt / zu sein Auch Gren Churf. Gnaden gebürliche Re— 
nerenz und ehre zuerzeygen / 
Zum andern das ich selbs Personlich obbestimpte Pfarh 
besizen wille one geüerde / es were dan / das ich etwan / 
auff ein bestimpte Zeytt als vernünfftigen ßüetten ekehafften 
ursachen / und erlaubüng hochgedachtes meins gnedigisten 
hern als Lanätsfursten / so ich deswegen alüsdrücklich er— 
langen solle / und wyll / danon wurde sein / 
Züm dritten / das ich alle Bürde / und arbeitt / so 
mit von wegen / solcher Pfarh / zu geburen / tragen und dem 
Volck / so mir befolhen wirdt mit dem Wortt Gottes und Christ- 
licher leer, und guetten exempeln getreulich vorzurehn / una
	        

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