Full text: Chronik der Familie Roselius

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spect tractiret ‘ genüglich behelliget / sondern auch der gechste 
Theil dieser Uistorie / wann wir mit Göttlicher Hülffe das Jahr 
1045 erreichen / darüber noch mehrere Gewissheit vorlegen wird.” 
Aus üiesen Aufzeichnungen des Pastor Helus peht hervor, dass der end« 
gültige ürfolg der elfmonatiyen Lexühungen und Verhändlungun schliess. 
Lich doch gleich Hull wer, denn als im März die Revocationsformel end 
lich vorzgelert wurde, üd& verweigerte “oselius die Anerkennung. Pastor 
Otircken schlebt natürlich alle Schuld an den negativen Ergebnis ÖO« 
sgeliu= in die Schuhe, doch ist dieser Urteil zweifellos einseitig und 
ungerecht, Trotz mancher Schwächen in Koselius Verteidigungsschriften 
ist doch namentlich im letzten Friedensbrief das ehrliche Bestreben 
anverkonnbar, mit der Kirche zur Aussöhnung zu gelangen. Zr wehrt sich 
nur aus allen Kräften dageren, dass diese Verständigung auf Kosten sei=- 
ner iInnerlichen uberzeurung Vor sich gehen soll. Seinem Charakter Köne- 
nen es: seine Nachkommen deshalb nur zu Cute rechnen, dass er sich nicht 
äazu horbeiliess, das zu Veordaumen, was ihn bis dahin als wahrheit Az 
golten hatte, auch nicht um materieller Vorteile willen. Ich möchte 
aNNChLeN, dass das äussere Llend des von der Pfarre Vertriebenen über« 
uüsupt erst den Anstoss zu dem Versühnungsversuch gegeben hät, weniger 
jäie Überzeugung von den Unhaltburkeit seiner Lehre, Dars er in dieser 
üilnsicht ücr alte Znthusiast und Schwärmer geblieben ist, zeigt der 
weitere Verlauf seines Lebens Zur uoenüzgde 
CO war denn die Kückkenr in den Schoss der staatlichen 
Kirche an der Unversöühnlichkeit der geistlichen Obrigkeit gescheitert. 
" Entehrender “iderruf oder Irennungz" das wer und blieb der Standpunkt, 
von dem sie nicht um Naaresbreite abwich, So ergab sich denn SCchliess«—- 
lich “orelius in sein “chicksal. Ruhelos zog er von jetzt ab dur chs 
Land und geine puren als Wanderprediger sollen sich £n manchen Orten 
zwischen Elbe und Uollend nachweisen lassen. Wo sich seine bedauerns-. 
werte Familie in dieser Zeit aufgehalten hat, ob sie ihn auf seinen 
Fahrten befpleitete oder ob sie bei guten und maildtätigen Freunden Unter« 
schlupf funden, ie%t nicht festzustellen. 
Dass aAocelius UNass wider die Geistlichkeit nunmehr von 
neuem aufflasnte, ist nur zu erklärlich. Noch in demselben Jahre gab 
er von Ansterdum aus seine Huss-Possune, welche den ersten Anlass zu 
dem Streit gegeben hatte, abermals in lruck. In dieser neuen und Ver= 
änderten Auflage greift er das Consistorium Zripolitanum in schärfster 
und schonunzslosester Weise zn. Von der Nerauspabe eines " Ausführli= 
chen Gepgenberichtes geren die Eossheit etlicher Cophisten", mit dem er
	        

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