Full text: Chronik der Familie Roselius

Jarüber Ausdruck, dass sein Vater von dem Lübeckischen Ministerium BO 
ungebührlich lange hinzgehulten würde, da doch die Mumburger und LÜne«= 
burger schon vor zwei Monaten ihre Erklärung abbegeben hätten, Zr macht 
Jaruuf aufnerkeam, wenn die Anpeler.nheit nicht zu gehleuniger Lrledi«— 
zung küme, #0 würde sein Vater dadurch unzweifelhaft wieder” zu einen 
schürfferen stylus” aufgebracht werden, Ihn entwortete Pastor Nelms 
am 18. August, es solle seinem Vuter die mildere Kevocationsforuel zu= 
gestellt werden, sobald sie von den benachbarten Jinisterien zurück sei 
| eglie war, nebenbei bemerkt, überhaupt noch nicat ubgeschickt worden, 
Nas Pastor Helms aber unehrlicher jeise verschweigt). Sofern “oselius 
dieselbe aänerkenne, sollte es ihnen lieb sein, wo nicht, würden sie 
seinen Zorn weni’ achten, sondern schon dawider äsat wissen. 
Imacrhin scheint diese Nachfruge zur Beschleunigung der 
Angelegenheit geführt zu huben, denn um 4« Sepicuber übersenden die Lü= 
becker den Nachbarministerien die neue Jormel nebst einen Begieitschrei- 
ben, in welchem sie Vorweg bemerken, dieselbe zei länger EewOrden als 
arsprünglich yorgesehen sul, aber weil won mit einem " seltzsahuen , 
anruhigen Jenschen” zu schaffen nabe, sei für notwendig ecruchtet WOrden, 
Lhn &1s0 zu fassen, dass er nicat entweicuen könne. Es wird Vörgeschla«®s 
ren, Christoph “oselius durch Vermittlung seines »ohnes herzuziticren, 
ihm die Kevoc-tionsfornel vorzulesen oder 3 mul durchleuen Zu Lanzen, 
worauf er dieselbe in 3 Zxenplaäaren zu unterschreibun und zu versiegeln 
habe. Die dem Briefe beigefügte Äevocation ist bei den Lübecker Akten 
nicht vorhanden; vermutlich befindet sich dievelbe noch im iüÜmburrer 
öder Lüneburger Archive. 
Nachdem die Sache nun einnul auf die lance Kank Z8SChd=—= 
ben war, beeilten sich die andern Zinisterien ait iiurer örledirung 
auch nicht sonderlich. Lüneburg untwortet ersi um 20. UKt0OLeEer, sie 
fänden die neue Formel nicht gelinder, sondern fust noch schärfer 818 
die erste; auch sei sie zu weitläufig und man müsse befürchten, dass 
Roselius diese erst recht nicht unterschreiben würde. Sie raten infolge= 
dessen Zu einem kurzen “iderruf, der möglichst seinen eignen jorten 
Sntnommzen sei. 
Noch schwieriger war es, von den ilumburg.rn eine Ant 
kort zu erlangun. Zweimal wandte sich Pastor Melus verfeblich an den 
senior HNardtkopf, bis an dessen Stulle Pastor Aüller endlien am 8.0 
vember miticilt, dars sie sich den Eedenken der Lüneburger anschlössen. 
Solchergestalt kum es nun glücklich zu einer dritten 
Forucl und diese wurde bedauerlicherweise ebenso wie die vorheriren
	        

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