Full text: Chronik der Familie Roselius

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nens, denn wenn er zur Drucklegung seiner "VY. vrantwortung" genötigt wer- 
ie, so sel für Munnius und seinen Anhang eine prosse EKinbusse an Repu- 
tation und Autorität zu befürchten. Den "andermahligen Priedens-LBrieff” 
zöge man nach Verlesung &n iunnius weiterrecben, die s8ndern Schriften 
and Bücher aber zu besserer Informierung für sich behalten. 
Antworten auf üilese beiden Schreiben sind nicht vorhin« 
len, doch gibt uns Starcken in der Lübeckischen Kirchengeschichte re 
naue Auskunft über den weitern Verlauf de: Handels: 
* Z1%t solchem importunen Schreiben Koselii wolte der Rath den oOh= 
nedas Krancken Yunnium nicht noch mehr kräncken / und liess es 
Lhm auch dahero umb ihm damit keinen Verdruss zu verursachen biss 
zu einer besseren Gelegenheit nicht eröffnens wie dem allem hatte 
as dennoch Munnius schon noch eher / denn der Rath enpfangen /und/ 
zeil er leicht ermessen kunte / zu was beronderen Cefullen es dem. 
zelben rereichen würde / wann er seine deelauration daruuf ein«- 
srächte / so fing er / ob er sie zweiffels ohne wohl nicht vollend 
absolviret haben wird / unzecachtet seines betiligerigun Zustandes 
damit &n / und danckete darin den Äathe / dass sie bei jetziger 
seiner Schwachheit das Klag-l1ibel Roselii, der iin georen sie / als 
aiätte er ihn verschiedene Unbilligkeitun erwiesen / verklavyet / 
nicht bald &n ihn reuittieren / sondern seiner so weit verschonen 
and ui%® der Thorheit des wütenden Menschen nicht beluden wollen. 
järe ihm jedoch / ehe es noch einen Hochweis-Rathe präüsentiret 
worden / schon in die Hüinde gukommen / und hätte er zwar umb Hosce 
Lii wiilen eine Feder nass zu machen nicht der Nothdurfft erachtet 
/ gleichwohl da er verspühret / wie .... Kath yoerne sähe dass 
eine Antwort darıuuf gethen würde / so hätte er dieselbe hiemit zu 
stellen / und seiner lieten Ubrigkeit desfals die rebührende Ehre 
ZUerzeiren sich yur gerne bequemet. Ä“rotestirte / das. er nicıt al- 
Le Eladdereyen refutieren wolte / weil Noselii Schrifft fast keine 
realia in sich begrifie/ sondern allcin eine Schmäh- und Läster— 
Schrifft wäre. Lie Sache aber köäue darıuf en, dass Roselius sich 
beschwercte, dass sie ihn in die Zahl der Neuen Propheten / daraus 
sie ihn lassen sollen / mitgesetzet hätten, iüierauf räle er zur 
Antwort / es wäre Noselius mit allem kechte unter die Neuen LPro=- 
pheoten resetzet / weil er sich selbst mit grossen Ruhm / und Geplär 
ve also nennete / die Phantestischen Bewegungen / damit die Keuen 
Propheten prehleten / gleich als würden cie vom heil. Ceist ge- 
schrieben / rühsete / und solche selber refühlet zu haben vrestünde:
	        
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