Full text: Chronik der Familie Roselius

57 
Aa 
ya 
esterium in Lübeck, Hamburg / und Lüneburg solten Theil und Wohl- 
pefallen an solchen offenbären Landbetriegerischen Sophistereyen / 
und Lüryen haben." . 
Diese wenigen Zeilen geben uns ein kleines Leispiel 
für die an massiven Kraftworten reiche Ausdrucksweise, in der sich 
Münner der Wissenschaft in damaliger Zeit zu befehden pflegten, 
Dass Roselius "Entschuldizung" ebenfalls nicht 
Limonasmdenhaft rehalten war, geht neben den obigen Kostproben daraus 
hervor, dass er selbst später einräumt, sie zel " in einer gar 
gehroffen und hefftiyen stylo" verfasst. Allerdings sucht er die 
Schuld en diesem "stylus" von sich abzuwälzen., ililt dem Druck der 
Streitrschrift stiess er nämlich unerwartet auf Schwierigkeiten. 
Die geistlichen Ministerien der drei Städte hatten slch nicht damit 
begnürt, den verhassten Feind aus der Stadt zu weisen, sie ver= 
folgten ihn über die Landesgrenzen hinaus und konnten es sich nicht 
versapyen, auch cie Kinisterien der Nachbarstädte von ihren Vor=- 
“gehen zu benachrichtisren und vor den Schwirmer zu warnen. So war 
der lutherische Frzbischof Johann Friedrich von Bremen bereits in 
üblem Sinne beeinflusst und untersagte kurzerhend den Druck der 
Rechtfertirungsrchrift. Roselius gab &$£ch mit dieser Entscheidung 
aber keinesrwers zufriedenz mit der ihn einenen Kartnäckiskeit 
setzte cr die Herausmabe den B"-hleins trotz aller Widerstände durch 
und erreichte üies auf Ur erine alte Vemeinde in Imne— 
keppel. Er schildert :1adensbriu:7f" die Ent- 
stehunz der Schrift: 
Kun hiütte ich zerne bald darauff im folgenden 1636 Jahr 
mich verantwortet / weil mir aber durch eure Anstifftunz vom 
vorigen Ertz-Bischoffen zu Bremen / verboten gewesen / etwas 
dergleichen zu publiciren / und es mir dazu &m Friede und 
andern dazu gehörigen Mitteln dazu gemangelt / bis ich erst 
nach dem Tod Hochged.HNon.,Ertz-Bischoffen A0 16537 mit 
grosser beschwerlicher Kühe / und Unkosten den Process und 
Verleuff alles Kendelsa sampt einem kurtzen extract meiner 
Verantwortung uns Bergische Land (da 1ch zuvor in Diensten 
pewesen) etlichen Brüdern in Christo zugesandt / und sie 
gebeten, diwweil ich allhier keiner Druckerey mächtiz seyn 
künte / dass sie es alda in den Druck wolten befördern / 
Bieweil ich allerhand wichtirer Ursachen weren mit vutenm
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.