Full text: 25 Jahre Urban & Lemm

Persönlichkeit für längeres, segensreiches 
Zusammenwirken Garantien bot. In dem 
am 1. April 1901 eingetretenen Werk- 
meister Herrn Friedrich Stift hatten die 
Herren die gesuchte Unterstützung und 
die leitende Kraft des technischen Be- 
tiriebes gefunden und allmählich lenkte 
Herr Zemm sein Unternehmen in neue 
Bahnen. 
Farben und Zacke, die eigentlich nur 
zum kleinsten Teil eigene Fabrikate waren, 
wurden mehr und mehr ausgeschieden 
und neben dem Handel und der Raffinerie 
von Ölen das Schwergewicht auf die 
Herstellung chemisch-technischer Präpa- 
rate gelegt. Neue Artikel wurden aufge- 
nommen, die vorhandenen Fabrikate 
verbessert und immer wieder versucht, 
das Erreichte zu einer größeren Voll- 
kommenheit zu bringen. 
Diese emsigen und intensiven Bemü- 
hungeninallenihrenFabrikaten das denk- 
bar Beste zu liefern, haben nicht zum 
kleinsten Teil beigetragen zu den Erfolgen 
und dem heute erreichten Rufe der Firma 
Urban & Lemm, 
So vergingen in emsiger Arbeit dieJahre 
und allmählich erkannte Herr Lemm in 
weitschauender Weise, daß der größeren 
Leistungsfähigkeit und weiteren Entwicke- 
lung der Firma Grenzen gezogen waren, 
wenn sie nicht Gelegenheit hatte, sich 
räumlich auszudehnen. 
Im Herbst des Jahres 1902 wurde die 
Errichtung eines Neubaues ernstlich er- 
wogen und alsbald der Plan gefaßt, die 
alten, verhältnismäßig kleinen Gebäude, 
mit Ausnahme der Wichsefabrik, die ja 
alle nur provisorisch eingerichtet waren, 
niederzulegen und dafür ein großes, den 
Anforderungen der Zeit entsprechendes, 
modern ausgestattietes Fabrikgebäude zu 
errichten. Auch die Anschaffung einer 
Kraft- und Lichtzentrale und der Kauf 
eines neuen, großen Dampfkessels, der 
Bau eines Maschinenhauses mit großem 
Schornstein wurde ins Auge gefaßt und 
dem Baumeister Paul Schölz, Charlotten- 
burg, nach getroffenen Vereinbarungen 
die Ausführung des Baues übertragen. 
Es mußte auch an eine Vergrößerung 
des Kontorpersonals gedacht werden, um 
die bevorstehenden Mehrarbeiten er- 
ledigen zu können; insbesondere mußte 
auch eine leitende Persönlichkeit dafür ge- 
funden werden. 
In Herrn Richard Milde, der am 
1. Januar 1903 eintrat, ist eine Kraft dem 
Geschäfte zugeführt worden, die sich mit 
voller Hingebung und rastlosem Fleiße 
an der Vergrößerung und Weiterent- 
wickelung beteiligt hat. 
Privatkontor des Geschäftsführers Herrn Eduard Opitz 
Hauptkontor
	        

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