Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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erst milte, swie ich kleine sin geniuze. 
sö nieze in aber ein Pölän ald ein Riuze: 
daz ist allez äne minen haz, 
in brehte ein meister baz ze mzra 
5 danne tüsent snarrenzare, 
txt er den hovewerden baz. 
Wer sleht den lewen? wer sleht den risen? 
wer überwindet jenen unt disen? 
daz tuot jener der sich selber twinget 
LO und alliu siniu lit in huote bringet 
üz der wilde in steter zühte habe. 
geligeniu zuht und schame vor gesten 
mugen wol eine wile erglesten : 
der schin nimt dräte üf unt abe. 
15 Wolveile unwirdet manegen lip. 
ir werden man, ir reiniu wip, 
niht ensit durch kranke miete veile, 
ez muoz sere sten an iuwerm heile, 
welt ir iuch vergeben vinden län, 
20 undanke veile unwirdet s&ere; 
da bi sö swachet iuwer Ere, 
und ziuhet doch üf smehen wän. 
Swelch man wirt äne muot ze rich, 
wil er ze sere striuzen sich a 
75 üf sine richheit, sö wirt er ze höre. 
ze rich und zarm diu leschent beide sere 
an sumelichen liuten rehten muot,. 
zwä übric richeit zühte slucket 
und übric armuot sinne zucket, 
30 di dunket mich enwederz guot. 
Diu minne ist weder man noch wip, 
si hät noch sele noch den lip, 
sie gelichet sich dekeinem bilde. 
‚ir nam ist kunt, si selbe ist aber wilde, 
35 unde enkan doch nieman äne sie 
der gotes hulden niht gewinnen 
Walt. v. d. Vogelweide, 
1 all. Th, 58.
	        

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