Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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Der uns fröide wider brahte, 
diu reht und gefüege ware, 
hei wie wol man des gedehte, 
swi man von im seile mere! 
) ez wer ein vil hovelicher muot, 
des ich iemer gerne wünschen sol : 
frowen unde herren zeme ez wol: 
0we daz ez nieman tuot ! 
Die daz rehte singen sterent, 
LO der ist ungeliche mire, 
danne die ez gerne herent: 
doch volg ich der alten lere: 
ich enwil niht werben ze der mül, 
di der stein sö riuschent umbe git 
19 und daz rat sö mange unwise hät. 
merkent wer dä harpfen sül, 
Die sö frevellichen schallent, 
der muoz ich vor zorne lachen, 
dazs in selben wol gevallent 
20 mit als ungefüegen sachen. 
die tuont sam die frösche in eime s6&, 
den ir schrien alsö wol behaget, 
daz diu nahtegal dä von verzaget, 
sö si gerne sunge m6, 
25 Swer ungefüege swigen hieze, 
waz man noch von fröiden sunge! 
und si abe den bürgen stieze, 
daz si dä die frön niht twunge. 
wurden ir die grözen höve benomen. 
30 daz war allez näch dem willen min. 
bi den gebüren liez ich si wol sin: 
danne ist si och her bekomen. 
In einem zwivellichen wän 
was ich gesezzen, und gedähte, 
35 ich wolte von ir dienste gän, 
an daz ein tröst mich wider brähite, 
Walt, v. d. Vogelweide, M
	        

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