Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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Dö het er gemachet 
alsö riche 
von bluomen eine bettestat. 
des wirt noch gelachet 
innecliche, 
kumt iemen an daz selbe pfat, 
bi den rösen er wol mac, 
tandaradei, 
merken wä mirz houbet lac. 
10 Daz er bi mir gelxge, 
wessez jemen 
(nu enwelle got!), sö schamt ich mich. 
wes er mit mir pflege, a 
niemer niemen a 
bevinde daz, wan er unt ich, 
und ein kleinez vogellin: 
tandaradei, 
daz mac wol getriuwe sin. 
Ich hän ir sö wol gesprochen, 
20 daz si maneger in der welte lobet: 
hät si daz an mir gerochen, 
ow6 danne, sö hän ich getobet, 
daz ich die getiuret hän 
und mit lobe gekrenet, 
25 diu mich wider heenet. 
frowe Minne, daz si iu getän. 
Frowe Minne, ich klage iu miere: 
rihtet mir und rihtet über mich. 
der ie streit umb iuwer &re 
30 wider unstzte liute, daz was ich, 
in den dingen bin ich wunt. 
ir hät mich geschozzen, 
und gät sie genozzen: 
ir ist sanfte, und ich ab ungesunt. 
35 Frowe, lät mich des geniezen. 
ich weiz wol, ir habet sträle me: 
mußget irs in ir herze schiezen, 
daz ir werde mir geliche w&?
	        

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